Salafisten

Großrazzia gegen Salafisten – Polizei durchsuchte Moschee in Marxloh

Im Zuge der Großrazzia gegen salafistische Vereine durchsuchte die Polizei am Donnerstagmorgen auch die Räume dieser Moschee in Duisburg-Marxloh. Das Gebäude an der Feldstraße gehört dem Verein Massjid Ar-Rahman.

Im Zuge der Großrazzia gegen salafistische Vereine durchsuchte die Polizei am Donnerstagmorgen auch die Räume dieser Moschee in Duisburg-Marxloh. Das Gebäude an der Feldstraße gehört dem Verein Massjid Ar-Rahman.

Foto: Stephan Eickershoff / Funke Foto Services

Duisburg.   Um 6 Uhr standen Beamte der Polizei Duisburg am Donnerstag vor der Tür der Moschee an der Feldstraße in Marxloh. Im Gebäude des Vereins Massjid Ar-Rahman beschlagnahmten sie Unterlagen und Computer. Die vereinsrechtliche Durchsuchung war Teil der Großrazzia gegen Salafisten.

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Im Zuge der bundesweiten Großrazzia gegen Salafisten und radikal-islamische Gruppen durchsuchten Beamte der Polizei Duisburg am Donnerstagmorgen auch eine Moschee in Duisburg-Marxloh.

Gegen 6 Uhr klingelte es an der Tür des Hauses Feldstraße 23, Ecke Ottostraße. Das Gebäude sieht auf den ersten Blick wie ein Wohnhaus aus, nur ein Schild weist auf die Nutzung durch den Verein Massjid Ar-Rahman hin. Den Durchsuchungsbefehl hatte das Bundesinnenministerium dem Präsidium überliefert. Die vereinsrechtliche Durchsuchung soll klären, ob es Verbindungen zwischen der Marxloher Gruppe und dem nun verbotenen salafistischen Netzwerk Millatu Ibrahim aus Solingen oder den verdächtigten Gruppen „Die wahre Religion“ und „Dawa Ffm“ gibt.

Salafisten wollen erneut Korane vor dem Forum verteilen

Bislang war die Moschee aus Sicht der Duisburger Polizei „unauffällig“, so Sprecher Stefan Hausch. Die Polizisten beschlagnahmten während des dreistündigen Einsatzes Dokumente und Computer. Deren Auswertung übernimmt das Berliner Ministerium. Die Menschen in der Moschee machten den Beamten „keine Schwierigkeiten“, so der Polizeisprecher.

Am Donnerstagmorgen wurde auch die Privatwohnung des Kölner Salafistenpredigers Ibrahim Abou Nagie gestürmt. Er ist der Hintermann der umstrittenen Koran-Verteilaktion. In Duisburg verteilten junge Männer Mitte Mai die von ihm herausgegebenen, kostenlosen Korane vor dem Forum. Die Salafisten wollten dort im Juni erneut einen Stand aufbauen. Die Stadtverwaltung vertröstete sie allerdings zuletzt mit dem Hinweis auf die vielen Infostände im Vorfeld der Oberbürgermeister-Wahl am Sonntag.

Nun wollen die Männer die Korane im Juli vor dem Einkaufszentrum unters Volk bringen. Beantragt haben sie die Aktion bei der Stadt nach Auskunft von Sprecherin Anja Huntgeburth noch nicht. (pw)

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