Schriften

Größtes Archiv Deutschlands: „Afas“ geht das Geld aus

Diese und viele weitere Stücke bewahrt das Afas in Duisburg auf. Dieses Foto ist bei einer Ausstellung des Archivs beim Tag der Archive 2020 entstanden.

Diese und viele weitere Stücke bewahrt das Afas in Duisburg auf. Dieses Foto ist bei einer Ausstellung des Archivs beim Tag der Archive 2020 entstanden.

Foto: Jörg Schimmel / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Das Archiv für alternative Schriften in Duisburg hat finanzielle Sorgen. Dabei müsste das Archiv Geld vom Land bekommen – eigentlich.

Das Archiv für alternatives Schrifttum (Afas) mit Sitz in Duisburg bangt um seine Existenz. Das größte freie Archiv Deutschlands mit Sitz über dem Knüllermarkt auf der Münzstraße sammelt Material linksalternativer Bürger-, Studierenden- und Umweltbewegungen seit den 60er Jahren.

Jürgen Bacia, Mitgründer und Leiter des Afas, sagte dem Deutschlandfunk, dass die Finanzierung ein permanenter Kampf sei. Er vermute politische Hintergründe hinter den Geldsorgen. Menschen würden das Afas oft mit seiner Sammlung gleichsetzen, die beispielsweise auch Dokumente der linksextremistischen RAF beinhaltet.

Duisburger Archiv bekommt keine Haushaltsmittel – obwohl das beschlossen wurde

Zudem bemängelt Bacia auch, dass Beschlüsse des NRW-Kulturausschusses nicht umgesetzt würden. Seit 2019 seien Mittel gestrichen worden, obwohl 2009 die dauerhafte Förderung des Afas beschlossen worden sei.

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Im Moment finanziert sich das Archiv durch projektbezogene Mittel, erklärt Bacia dem Deutschlandfunk. Mit dieser Notlösung sei aber Ende 2022 Schluss, deswegen hoffen Jürgen Bacia und seine Mitstreiter auf neue Haushaltsmittel. „Wir setzen darauf, dass wir auch im Politikbereich relativ hochrangige Fürsprecher haben, die ein Einsehen haben, wie wichtig so eine Sammlung ist.“

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