Rangliste

Gewonnen! In diesem Ranking schlägt Duisburg auch Düsseldorf

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Duisburg ist besser als Düsseldorf: Das geht aus einem aktuellen Ranking hervor.

Duisburg ist besser als Düsseldorf: Das geht aus einem aktuellen Ranking hervor.

Foto: FRS

Duisburg.  Duisburg ist immer ganz hinten in Rankings? Von wegen: In dieser neuen Rangliste ist Duisburg besser als Düsseldorf – und bundesweit spitze.

Endlich ein Ranking, in dem Duisburg nicht auf den letzten Plätzen landet – im Gegenteil: Unter den Metropolen bundesweit mit führend und beispielsweise besser als Düsseldorf steht Duisburg bei Solaranlagen da. Das belegen Zahlen der Bundesnetzagentur für Photovoltaik.

Zuwachs bei Solaranlagen: Duisburg ist besser, als das Ranking aussagt – darum

Allein in den ersten drei Quartalen 2023 hat die Zahl der Solaranlagen in Duisburg um 37,5 Prozent zugelegt. Spitzenreiter unter den Metropolen mit über 500.000 Einwohnern ist Hamburg: Die Hansestadt bringt es auf eine Zuwachsrate von 43,7 Prozent, und das bei 8869 Solaranlagen. Auf Platz 2 listet das Ranking von Selfmade Energy, das die Daten der Bundesnetzagentur ausgewertet hat, zwar Bremen – tatsächlich müsste dort aber Duisburg stehen. Somit käme die Stadt bundesweit auf Platz 2.

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Denn: Photovoltaikanlagen in Bremen, so rechnet Selfmade Energy vor, haben im Vergleich zum Vorjahr um 35 Prozent zugenommen – weniger stark als in Duisburg. Offenbar hat das Vergleichsportal für Solaranlagen noch nicht berücksichtigt, dass Duisburg bereits 2022 (wieder) die Zahl von 500.000 Einwohnern überschritten hat und somit nach den Kriterien des Vergleichsportals als Metropole gilt. Auf Nachfrage gibt Selfmade Energy an, man habe für die Einwohnerzahlen die Daten von Eurostat zugrundegelegt.

Zuwachs bei Photovoltaik in Duisburg ist höher als im NRW-Durchschnitt

Duisburgs Zuwachsrate von 37,5 Prozent ist zwar geringer als die von Ranking-Sieger Ummerstadt (43,8 Prozent) in Thüringen – dort gibt es allerdings insgesamt auch nur 23 Photovoltaikanlagen; in Duisburg sind 4027 installiert. Aber: Sie liegt über dem NRW-Schnitt von 31,5 Prozent. Duisburgs Wachstum steigt dabei: 2019 betrug der Zuwachs noch zwölf Prozent.

Auch von den damaligen 1669 Anlagen ist Duisburg inzwischen weit entfernt; deren Anzahl hat sich in den vergangenen drei Jahren verdoppelt (siehe Grafik). Mehr Solaranlagen (4027) als in Düsseldorf (3880) sind hier installiert. Allerdings: Dort wird schneller aufgerüstet (+ 41,9 Prozent in den ersten drei Quartalen des Jahres); der Abstand schmilzt.

Ebenfalls ausgewertet hat Selfmade Energy die Zahl der Photovoltaikanlagen pro 1000 Einwohner. In diesem Ranking führt unter den Metropolen mit mehr als 500.000 Einwohnern Dortmund mit 13 Anlagen pro 1000 Einwohner, gefolgt von Nürnberg (10). Platz drei teilen sich demnach Stuttgart und Leipzig mit neun Anlagen pro 1000 Einwohner. Allerdings: Legt man auch hier die aktuelle Einwohnerzahl Duisburgs zugrunde, kommt auch Duisburg auf etwa neun Solaranlagen pro 1000 Einwohner – damit wäre Platz 3 in Reichweite.

Photovoltaik in Duisburg liefert Strom für 18.125 Haushalte

Insgesamt bringen es die 4027 Duisburger Solaranlagen nach Angaben von Selfmade Energy auf eine Leistung von 58 Megawatt und eine Fläche von 37 Fußballfeldern. Damit können sie rein rechnerisch den Jahresbedarf an Strom für 18.125 Haushalte decken.

Die Zahl der Photovoltaikanlagen in Duisburg wächst seit Jahren deutlich. Gab es 2002 gerade mal 29 Anlagen, waren es 2009 mit 310 schon mehr als zehnmal so viele. Bis 2022 hat sich ihre Zahl wieder fast verzehnfacht. 2023 sind es bislang 4027 Anlagen – diese Zahl dürfte bis zum Jahresende noch steigen.

>> SOLAR-RANKING VON SELFMADE ENERGY: DIESE DATEN SIND DIE GRUNDLAGE

  • Für sein Ranking hat das Vergleichsportal für Solaranlagen Selfmade Energy nach eigenen Angaben die Ausbauzahlen für Photovoltaik der Bundesnetzagentur für die ersten drei Quartale 2023 ausgewertet – für 2050 Städte in Deutschland.
  • Berücksichtigt werden dabei Photovoltaikanlagen auf Dächern von Gebäuden sowie Freiflächenanlagen. Voraussetzung: Sie müssen aktuell in Betrieb sein.
  • Neben inaktiven wurden auch sehr kleine Solaranlagen nicht mit gewertet, die eine Spitzenleistung von weniger als 1000 Watt erreichen. Das betrifft zum Beispiel Balkonkraftwerke.

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