Oberbürgermeisterwahl

Gerhard Meyer will ein Kandidat für alle Duisburger sein

Sie unterstützen Gerhard Meyer (3.v.l.) bei seiner Kandidatur für das Amt des Duisburger Oberbürgermeister: (v.l.) Angelika Röder, Bürgerlich Liberale, Stephan Wedding, Junges Duisburg, Dr. Birgit Beisheim, Bündnis 90/Die Grünen, Rainer Enzweiler und Thomas Mahlberg von der CDU.

Foto: Stephan Eickershoff

Sie unterstützen Gerhard Meyer (3.v.l.) bei seiner Kandidatur für das Amt des Duisburger Oberbürgermeister: (v.l.) Angelika Röder, Bürgerlich Liberale, Stephan Wedding, Junges Duisburg, Dr. Birgit Beisheim, Bündnis 90/Die Grünen, Rainer Enzweiler und Thomas Mahlberg von der CDU. Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.   Gerhard Meyer will Duisburger Oberbürgermeister werden. Unterstützt wird er u.a. von der CDU und den Grünen. Ein Programm hat er noch nicht.

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Er kennt die Stadt, ist in Duisburg geboren, parteilos, seit 40 Jahren bei den Stadtwerken beschäftigt – und damit der ideale Oberbürgermeisterkandidat für CDU, Grüne, Junges Duisburg und die Bürgerlich-Liberalen: Gerhard Meyer, von Freunden „Gerd“ genannt. Jetzt stellte sich der 56-jährige Familienvater der Öffentlichkeit vor.

Drei Dinge brauche man, um als Oberbürgermeister dieser Stadt einen guten Job zu machen: Wissen, Können und Wollen. Gerhard Meyer ist überzeugt davon, dass er alles drei hat. „Ich kenne die Stadt gut, die Strukturen der inneren Verwaltung und städtischen Betriebe, viele politische Gestalter und Dezernenten“, sagt der gebürtige Ruhrorter. Er habe ein „umfangreiches Netzwerk und Freunde im Kulturkreis“, seine zwei Brüder wohnen mit ihren Familien in Duisburg, seine Frau komme aus Duisburg, kurz: „Mein Lebensmittelpunkt ist, war und wird Duisburg immer sein“, so Meyer.

„Ich will ein guter Moderator für alle Strömungen sein.“

In seinem Berufsleben habe er einige Male Duisburger Interessen vertreten, unter anderem für die Stadtwerke Duisburg am Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz mitgearbeitet. Aus seiner Zeit als Betriebsrat und Aufsichtsratsmitglied der Stadtwerke habe er „gute Kontakte zu Personalräten in Duisburg. Es ist deshalb nicht ganz anmaßend, wenn ich mir die Funktion zutraue“, so Meyer. Ein „guter Moderator“ für verschiedene Strömungen will er sein – und an der Entwicklung der Stadt mitgestalten.

Viel habe ihn in den vergangenen Jahren gestört. Die Abwicklung von Bauprojekten dauerte zu lange, die innerstädtische Zusammenarbeit könnte besser sein, „die Wirtschaftsförderung muss besser werden, Strukturen müssen geändert werden, Wohnraum muss entwickelt werden. Es gibt attraktive Baugebiete wie den Angerbogen II oder Wedau/Bissingheim“, listet der Kandidat auf, ohne ins Detail zu gehen. Ein Programm wird noch erarbeitet.

„Grundsätzlich ist ein DOC nicht verkehrt“

Die Themen Umweltschutz und Verkehr dürften aber eine Rolle spielen. Die Logistik sei wichtig für Duisburg, „aber es darf nicht vergessen werden, dass man für den Schwerlastverkehr ein Konzept braucht, das man mit der Uni entwickeln könnte“, erklärte Gerhard Meyer. Das Thema Design-Outlet und den möglichen Bürgerentscheid sprach er nicht an. Auf Nachfrage erklärte er: „Grundsätzlich ist ein DOC für Duisburg nicht verkehrt. Aber man muss prüfen, welche anderen Möglichkeiten es für das Grundstück gibt.“

Strategisches Ziel ist die Stichwahl

Als OB-Kandidat vorgeschlagen wurde Gerhard Meyer von Duisburgs CDU-Parteichef Thomas Mahlberg. Und das schon zwei Tage nachdem Amtsinhaber Sören Link erklärte, dass er sich bereits im September erneut zur Wahl stellt. In ersten Gesprächen mit den Grünen, dann mit der FDP, die vor drei Wochen abgesprungen ist, und dem Jungen Duisburg habe man sich schnell auf Meyer geeinigt, einen Kandidaten, „der ein Angebot an alle Duisburger ist“, so Mahlberg. Meyer sei eine „überparteiliche Alternative“ zu Sören Link. Strategisches Ziel sei zunächst, die Stichwahl zu erreichen.

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