Demonstrationen

Gerangel bei Demo der Partei „Die Rechte“ in Duisburg

Anhänger der Partei „Die Rechte“ demonstrierten am 07.04.2018 auf dem Portsmouthplatz. Am Donnerstag kam es bei einer Kundgebung in Meiderich zu Rangeleien.

Anhänger der Partei „Die Rechte“ demonstrierten am 07.04.2018 auf dem Portsmouthplatz. Am Donnerstag kam es bei einer Kundgebung in Meiderich zu Rangeleien.

Foto: Foto: Lars Fröhlich / Funke Foto Services GmbH

Duisburg.   Bei einer Demonstration der Partei „Die Rechte“ in Duisburg-Meiderich kam es zu Rangeleien mit unangemeldeten Gegendemonstranten.

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Die Partei „Die Rechte“ hat am frühen Donnerstagabend eine Kundgebung zum Europawahlkampf auf dem Bahnhofsvorplatz in Duisburg-Meiderich abgehalten. Dabei kam es mit mehr als 50 Gegendemonstranten, die sich nicht angemeldet haben, zu Rangeleien.

Die Gegendemonstranten versuchten mit Trillerpfeifen und Trommeln, die Kundgebung der 15 Parteianhänger zu stören. Die Polizei musste mehrfach einschreiten und insgesamt acht Strafanzeigen schreiben, zum Beispiel wegen Widerstandes gegen Polizisten, Landfriedensbruch oder gefährlicher Körperverletzung. Etwa weil ein 28-jähriger Mann eine Glasflasche in die Menschenmenge der Rechten warf.

Bei dem Wurf hatte er sich vermummt, also die Kapuze über den Kopf gezogen, die Sonnenbrille aufgesetzt und Tücher ins Gesicht gezogen. Die Beamten zogen den Gegendemonstranten aus der Menge und überprüften seine Personalien.

Mann spuckte in die Menschenmenge und löste Gerangel aus

Ein 26-jähriger Mann spuckte mehrfach in die Menschenmenge. Dadurch kam es zu einem Gerangel am U-Bahn-Abgang, bei dem eine 71 Jahre alte Duisburgerin stürzte. Rettungskräfte brachten die verletzte Seniorin ins Krankenhaus, in dem sie stationär behandelt wird. Als die Polizisten den 26-Jährigen festnehmen wollten, versuchten mehrere Demonstranten ihn zu befreien. Mit zusätzlicher Verstärkung gelang den Beamten die Festnahme. Ob es sich bei dem Mann um einen Demonstranten oder Gegendemonstranten gehandelt hat, konnte eine Sprecherin der Polizei noch nicht eindeutig beantworten.

Das Duisburger Jugendbündnis gegen Rechts „Rise up“ kritisiert den Polizeieinsatz: Die Beamten hätten massive Polizeigewalt gegen Antifaschisten eingesetzt und seien nicht in der Lage gewesen, die Lage zu deeskalieren.

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