Gemeinde setzt „Lichtpunkte“

Wanheimerort.   Dagmar, Hannah, Rainer, David und Jonathan Schmenk sind vorbereitet: Unter dem Arm schleppen sie Campingstühle, die sie gleich vor der Bühne aufklappen. Die Familie macht es sich auf der Wiese der Freien Evangelischen Gemeinde an der Eschenstraße gemütlich.

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Dagmar, Hannah, Rainer, David und Jonathan Schmenk sind vorbereitet: Unter dem Arm schleppen sie Campingstühle, die sie gleich vor der Bühne aufklappen. Die Familie macht es sich auf der Wiese der Freien Evangelischen Gemeinde an der Eschenstraße gemütlich.

Eigentlich wollten die Mitglieder nur ein etwas vergrößertes Sommerfest feiern. Doch dann ist es ein komplettes Festival geworden – mit Pop, Poetry, Picknick. Gedanken über das Leben und einen Freiluft-Gottesdienst gibt’s obendrauf.

„Wir haben ein schönes Gelände, wollen uns öffnen und ein bisschen mehr in Duisburg vernetzen“, erklärt Pfarrer Roland Hölzl, wie die Gemeinde auf die Idee für das Festival gekommen sind. „Lichtpunkte“ heißt es und soll, so viel ist schon sicher, auch im nächsten Jahr wieder stattfinden. „Wir wollen chillen, lachen und Gott begegnen“, ergänzt die Moderatorin des Festivals.

Gedanken über das Leben

„Wir sind erprobte Nordsee-Urlauber, deshalb haben wir die Stühle“, erklärt Besucherin Dagmar Schmenk. Sie besucht regelmäßig die Veranstaltungen der Gemeinde und freut sich über das etwas andere Sommerfest. An einer Picknick-Straße können sich alle mit kleinen Leckereien verpflegen.

Den Auftakt auf der Bühne machten die beiden Künstler Marco Michalzik und Jonnes. Die beiden haben das Konzept der so genannten Poetry-Slam-Konzerte entwickelt. Beide machen sich Gedanken über das Leben, der eine bevorzugt das gesprochene, der andere das gesungene Wort. In dem Gedicht „Heute ist morgen schon gestern“ fragt Michalzik: „Was ist wirklich wahr, wenn nicht das, was gerade noch war?“ Und auch „Wunschlos oder glücklich“ ist ebenso tiefsinnig: „Ist Glück einfach nur das Gegenteil von Pech haben? Hufeisen sollen echt eigentlich nur Pferde tragen. Obwohl ja jeder sein Glück selbst schmiedet.“ Manchmal unterlegt Jonnes das gesprochene Wort mit seinen Melodien, dann wieder singt er selbst, etwa seinen Song „Immer“: „Immer, wenn ich am Boden liege, halte ich mich fest an seiner Liebe.“

Musik und Chillen hat gut geklappt – und auch der Feierabendgottesdienst unter freiem Himmel kam bei den Besuchern gut an. „Der alternative Feierabend-Gottesdienst ist ein fester Bestandteil der jungen, christlichen Szene Duisburgs“, so Hölzl.

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