Abwasser und Müll

Gebühren steigen in Duisburg 2018 nur leicht an

Die Abwassergebühren werden 2018 leicht angehoben.

Die Abwassergebühren werden 2018 leicht angehoben.

Duisburg.   Abwasser und Müllentsorgung kosten 2018 etwas mehr. Bus & Bahn wird um rund 1,9 Prozent teurer. Strom, Gas und Wasser vorerst stabil.

Keine Steuererhöhungen und auch die städtischen Gebühren bleiben in diesem Jahr stabil oder steigen nur ganz leicht: Zumindest von der eigenen Stadt werden die Duisburger 2018 nicht stärker zur Kasse gebeten.

Vorbei die Jahre 2015 und 2016, in denen die Stadt vor allem Immobilienbesitzern und Mietern sowie den Unternehmen in die Tasche griff, um mit den Millionen an Mehreinnahmen Löcher im Haushalt zu stopfen. 2015 griff die letzte Erhöhung der Grundsteuer B auf einen Hebesatz von 855 Prozent – ein Spitzensatz im Land. Für ein Einfamilienhaus machte das einen höheren Betrag zwischen 28,52 Euro und 174,40 Euro, für Mieter eine höhere Miete von bis zu einigen Euro im Monat. 2016 hatte auch die letzte Stufe der Anhebung der Gewerbesteuersätze „gezündet“, von 510 auf 520 Prozent. Politik wie Rathaus versicherten: Weitere Erhöhungen gibt es nicht.

Stadtwerke entscheiden im Frühjahr

Aber Bus und Bahn werden leicht teurer: Die durchschnittlichen Tariferhöhungen von 1,9 Prozent im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr treffen die Duisburger Bus- und Bahnfahrer in der Preisstufe A 2 allerdings weniger als in den anderen Preisstufen und Städten. Noch, denn es gibt Pläne, auch Duisburg in den höheren Großstadt-Tarif A 3 zu verschieben. So bleibt der Einzelfahrschein mit 2,70 Euro/1,60 Euro für Erwachsene und Kinder stabil, das Vierer-Ticket kostet 10,20 statt zehn Euro. 20 Cent mehr kostet auch das 24-Stunden-Ticket. Zugleich steigen die Preise für Abo-Tickets, zum Beispiel fürs Ticket 2000 von 80,40 auf 82,20 Euro.

Leicht teurer werden 2018 die Gebühren für die Abwasserentsorgung, und zwar um rund drei Prozent. Die Kostensteigerung begründen die WBD unter anderem mit höheren Genossenschaftsbeiträgen, mehr Unterhaltungsaufwand des sanierungsbedürftigen Kanalnetzes und Tarifsteigerungen bei den Personalkosten. Der normale Gebührenzahler zahlt künftig bei Schmutzwasser pro Kubikmeter 2,46 statt 2,37 Euro, die Gebühr für Niederschlagswasser steigt von 1,00 auf 1,03 Euro je Quadratmeter Fläche. Die Gebühren für die Straßenreinigung und den Winterdienst bleiben 2018 stabil.

Und der Müll? Für 2017 erstattete der Entsorger ja noch mal zu viel gezahlte Gebühren zurück. Der Betrag war allerdings gering und belief sich etwa bei einer 80-Liter-Restmülltonne mit wöchentlicher Leerung auf rund 14 Euro. Ab 2018 steigt die Gebühr, wenn auch nur gering. So kostet die 80-Liter-Tonne dann 257,36 statt 256,32 Euro, also einen Euro mehr im Jahr.

Strom, Gas und Wasser bleiben über den Jahreswechsel konstant. Noch. Denn die Stadtwerke geben keine Garantie. „Wir betrachten mit Sorge die Entwicklung der staatlichen Steuern, Umlagen, Abgaben und Netzentgelte, die mittlerweile drei Viertel des Strompreises ausmachen“, so Stadtwerke-Sprecher Ingo Blazejewski. Die Mehrkosten würden wie in den Vorjahren kompensiert. Ob das auch für das ganze Jahr 2018 gilt, ist allerdings ungewiss. „Eine Entscheidung ist zu Beginn des neuen Jahres vorgesehen, wenn abschließend alle Daten vorliegen“, so Blazejewski.

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