Zirkus

Flic-Flac-Premiere in Duisburg mit Adrenalin und Action

Rasant und mit lautem Geknatter geht’s für die Mad Flying Bikes durch die Luft. „Deadbody“ und „Cliffhanger“ heißen die Stunts.

Rasant und mit lautem Geknatter geht’s für die Mad Flying Bikes durch die Luft. „Deadbody“ und „Cliffhanger“ heißen die Stunts.

Foto: Michael Dahlke

Duisburg.   Flic Flac ist nichts für schwache Nerven: Rasante Stunts und tollkühne Akrobatik. Die Wintershow läuft in Duisburg noch bis 27. Januar.

Diese Zirkusshow ist nichts für Leute, die Angst vor dem Drei-Meter-Brett haben – auch nicht, wenn sie gemütlich in der vierten Reihe im großen „Flic Flac“-Zelt sitzen und nur dabei zusehen, wie Julia Galenchyk und Dmytro Turkelev als Duo Turkeev anmutig unter der Decke zirkeln. Die Wintershow, die diesmal auf dem ehemaligen Delta-Gelände stattfindet, feierte nun Premiere – und ist schon jetzt Publikumsmagnet. Die Macher versprechen „Adrenalin und Action“ – und halten Wort.

„Ich kann da gar nicht hinschauen“

„Ich kann da gar nicht hinschauen“, zetert eine Zuschauerin, ballt die Faust – blickt dann aber doch gebannt auf die „Adrenalin Crew“. Die Jungs tragen diesen Namen nicht ohne Grund und zeigen dem Publikum, dass es schon einen Unterschied macht, ob man in oder auf dem Hamsterrad herumläuft. Als „Todesrad“ ist das Gerät bekannt und berüchtigt und erst neulich hat es in Kassel einen Unfall gegeben, der zum Glück glimpflich ausging. Zunächst marschieren die Artisten innerhalb der beiden Räder. Anschließend klettern zwei andere Team-Mitglieder nach außen, einer sogar mit verbundenen Augen. Ein paar Besucher zücken ihre Handys. Zum Glück meinen die Veranstalter ihre Ansage nicht ernst. Zuvor hatten sie nämlich gewarnt: „Wer filmt und fotografiert, wird mit einem Helene-Fischer-Konzert nicht unter drei Stunden bestraft.“

Die Musik ist eher rockig und dramatisch. Zu „Wenn ich am Abgrund steh’, wenn ich hinunter seh’, weiß ich, wie schnell alles hier vorbei sein kann...“ balancieren die Adrenalin-Artisten als menschliche Pyramide übers Seil. Die Sängerin Caro Kunde war lange mit „Flic Flac“ auf Tour und hat das Lied in dieser Zeit entwickelt. „Da könnte man echt mit dem Fingernägelkauen anfangen. Unglaublich“, flüstert ein junger Besucher. Ebenfalls gut für Schockmomente: Der Weißrusse Viktar Shainoha, der akrobatisch am Seil turnt; Alain Alegria, der auf einem Stuhlbein in luftiger Höhe balanciert. Nicht zu vergessen die „Mad Flying Bikes“, die durch das Zelt knattern und dabei tollkühne Figuren auf ihren Mopeds vollführen.

Ein kleine Atempause gönnt den Zuschauern der „Master of Hellfire“. Der Comedian aus Thüringen kommt erst mit einem riesigen Plateau-Klumpfuß in die Manege. Eine Zuschauerin kommt zum Glück mit dem Schrecken davon, als er eine Feuerwaffe auspackt. Dafür lächelt sie tapfer bis zum Schluss – das Publikum feiert die Artisten am Ende mit stehenden Ovationen. Und ein bisschen erleichtert sind die Zuschauer auch.

>>CHEF UWE STRUCK IST EIN DUISBURGER

Die Wintershow gastiert noch bis zum 27. Januar auf dem ehemaligen Delta-Gelände an der Hamborner Straße 40. Flic Flac ist ein Duisburger Unternehmen – und auch der Zirkus-Chef Uwe Struck kommt aus Duisburg.

Tickets kosten zwischen 24 Euro und 54 Euro. Schüler, Studenten und Auszubildende zahlen fünf Euro weniger.

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