Nachwuchs

Flauschiges Geierküken zeigt sich im Duisburger Zoo

Ganz schön flauschig, dieses Küken: Vor zwei Wochen kam der Gänsegeier-Nachwuchs zur Welt.

Foto: Foto: Caroline Seidel/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Ganz schön flauschig, dieses Küken: Vor zwei Wochen kam der Gänsegeier-Nachwuchs zur Welt. Foto: Foto: Caroline Seidel/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Duisburg.   Ein wenig schüchtern, aber dafür umso flauschiger zeigt sich nun ein Gänsegeierküken im Duisburger Zoo. Vor zwei Wochen schlüpfte das Tierchen.

Ein klein wenig schüchtern wirkte er schon noch, der Nachwuchs der Gänsegeier im Duisburger Zoo. Dann aber präsentierte sich das Küken, das vor gerade einmal zwei Wochen in der Afrika-Anlage zur Welt kam, doch der interessierten Öffentlichkeit - und eroberte durch seine Flauschigkeit direkt das eine oder andere Herz. Die stolzen Eltern wichen kaum von der Seite ihres Nachwuchses.

Die Naturbrut von Gänsegeiern in europäischen Zoos ist selten

Nach Angaben des Duisburger Tierparks gelingt eine solche Naturbrut der bedrohten Vogelart immer noch recht selten in europäischen Zoos, Dass es nun geklappt hat, freut gerade Pfleger und Zooverantwortliche sehr.

Sieben Jahre ist inzwischen der erste Zuchterfolg her, seither schlüpften insgesamt neun Jungvögel. Da die Duisburger Gänsegeier größtenteils von einer Auffangstation in Spanien stammen und nicht mehr flugfähig sind, helfen die Pfleger beim Nestbau auf dem Boden etwas nach. Dafür errichten sie eine Nisthilfe aus Naturholz und animieren die Vögel zum Bau, indem – quasi als „Starthilfe“ – Reisig eingeflochten wird.

Das Paar inspiziert den Nest-Rohbau und schleppt dann bei Gefallen selbst Nistmaterial heran, um das Nest nach ihren Wünschen zu gestalten. Wenn das Ei dann im fertigen Nest gelegt ist, dauert es nur noch rund 50 Tage, bis das Gänsegeierküken schlüpft.

Giftköder und die Zerstörung des Lebensraumes setzen den Geiern zu

Gänsegeier sind in weiten Teilen Europas ausgerottet. Die Zerstörung des Lebensraumes durch menschliche Erschließung und das Auslegen von Giftködern zur Bekämpfung von Füchsen sind die Hauptgründe, die zum Rückgang der Geiervögel führten. Heute bemüht man sich um ihre Wiederansiedlung, insbesondere im Alpenraum und in den Pyrenäen. Der Zoo Duisburg trägt nach eigenen Angaben mit seinen Zuchterfolgen mittlerweile wesentlich zur Erhaltung dieser Art bei.

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