Fußballfilm

Filmpremiere für MSV-Legende Ennatz im Theater am Marientor

Bernard Dietz als Trainer mit einem Nachwuchsspieler aus der E-Jugend: Die Szene wurde im Dezember 2017 in Dinslaken-Hiesfeld gedreht.

Bernard Dietz als Trainer mit einem Nachwuchsspieler aus der E-Jugend: Die Szene wurde im Dezember 2017 in Dinslaken-Hiesfeld gedreht.

Foto: Markus Joosten

Duisburg.   Der Dokumentarfilm über Bernard Dietz hat den Untertitel „Eine Zebralegende“. Ehemalige Mitspieler, Weggefährten und seine Familie kommen vor.

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Vom Straßenfußballer zum Kapitän der Europameister-Mannschaft 1980: Diese faszinierende Lebensgeschichte von Bernard Dietz wollte Thorsten Ippendorf unbedingt erzählen. Mehrmals habe er bei der MSV-Legende nachbohren müssen, bevor der ja sagte.

Zum 70. Geburtstag am 22. März, wie zunächst geplant, ist der Dokumentarfilm zwar nicht fertig geworden, aber zum Start in die Zweitliga-Saison an diesem Montag steht der Premierentermin fest: „Ennatz“ geht am 13. Oktober um 19.02 Uhr zum ersten Mal über die Leinwand – im Duisburger Theater am Marientor.

Für den 47-jährigen Ippendorf ist es sein erstes Abenteuer als Filmproduzent. Dazu geholt hat er den erfahrenen Adnan G. Köse, der Regie führt und mit seiner Produktionsgesellschaft New Dakota Independent Ko-Produzent ist.

Auch Rummenigge und Hrubesch kommen zu Wort

Ippendorf hat Bernard Dietz vor zehn Jahren bei Benefizspielen in derselben Trainer-Promi-Elf in Hamm-Bockum kennen gelernt, der Heimat der Fußballgröße. Dessen ehemalige Mannschaftskollegen und Weggefährten seien sofort bereit gewesen, sich über „Ennatz“ zu äußern. Zu Wort kommen unter anderem Karl-Heinz Rummenigge, der in München mit Dietz über alte Zeiten sprach, Ex-Mittelstürmer Horst Hrubesch vom DFB, Olaf Thon, mit dem Dietz für Schalke spielte, nachdem er schon mit dessen Vater auf dem Platz gestanden hatte, und Sport-Kommentator Werner Hansch, „die Stimme des Ruhrgebiets“. Aber auch Spielertalente, die Dietz für die Bundesliga und Nationalmannschaft entdeckt hat, äußern sich, darunter Spitzenspieler wie Buckley oder Bastürk.

Paul „Slawo“ Freier aus dem Trainerstab der U-19-Bundesligamannschaft von Schalke 04 sagt heute noch: „Coach, Sie werden immer mein Vorbild sein.“ Von Anfang an unterstützt habe das Projekt auch der Duisburger MSV-Fan Markus Krebs, in dessen Kneipe „Anne Tränke“ Dietz beim „Donnerstalk“ kürzlich zu Gast war.

Bilder aus dem Familienkreis geben individuelle Note

Mit Ennatz geht es auf Reise durch die Fußballgeschichte der 70er Jahre bis heute: als die Arena noch Wedau-Stadion hieß. Weitere Drehorte waren München, Dinslaken-Hiesfeld, wo Ippendorf zu Hause ist und Dietz kurz vor Weihnachten mit einem der Jungs aus der E-Jugend trainierte, das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund, Dietz’ Fußballschule, aber auch bei Dietz zu Hause.

Dort begegnen die Zuschauer dem privaten Bernard Dietz, der sie als Gäste in sein Haus in Waldstede/Bockum führt und sie an seinem Familienleben teilhaben lässt, das ihm stets starke Rückendeckung gegeben hat. Mit seiner Frau Petra und seinen Enkelkindern bekomme der Film „eine sehr persönliche Note“, sagt Ippendorf. Statt geplant 30 Minuten wird der Film wohl 80 Minuten lang.

Wenn sich das „Karussell der Erinnerungen“ im Theater am Marientor zum ersten Mal dreht, sollen auch die Fußball-Promis zuschauen. „Wir haben alle Protagonisten eingeladen“.

>>> TICKETS GIBT’S IN DEN LESERLÄDEN

Auf der Homepage des Theaters am Marientor ist die Filmpremiere am 13. Oktober noch nicht zu finden. Karten gibt es unter www.funke-tickets-nrw.de ab einem Grundpreis von 23,11 Euro inklusive einer kleinen Spende für die Zebra-Kids sowie in den WAZ/NRZ Leserläden.

Einen Vorgeschmack im Netz auf: www.ennatz-der-film.

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