Kommentar

Fehler in Duisburger Ausländerbehörde hat Folgen

Duisburg.  Zwei syrische Flüchtlinge warten wegen Behördenfehlers in Duisburg seit Monaten auf ihre Familie. Das schafft kein Vertrauen in den Rechtsstaat.

Der Fall Najem und Mohammad A. ist bestimmt kein Einzelfall in Deutschland. Und möglicherweise nicht einmal in Duisburg. Denn noch immer stapeln sich angesichts des Flüchtlingsstroms vor drei, vier Jahren und der daraus resultierenden Überlastung der Mitarbeiter in der Ausländerbehörde die Akten. Da passieren zwangsläufig Fehler, die es nie geben dürfte.

Flüchtlinge wie Najem und Mohammad bangen in einem fremden Land, im Alltag mit einer fremden Sprache um das Leben der Familie in Syrien. In so einer Situation zwischen den Verfahren von Gerichten und Behörden auf der Strecke zu bleiben, ist tragisch. Es zeigt, wie hilflos mitunter Flüchtlinge der Bürokratie ausgeliefert sind. Ein Fehler kann dafür sorgen, dass sich die lang ersehnte Familienzusammenführung um Monate, vielleicht um Jahre verzögert.

Zunächst leiden unter dem Fehler Vater und Sohn. Das ist schlimm genug. Aber der Fall dürfte sich auch unter den Flüchtlingen rumsprechen und bestimmt nicht das Vertrauen in unseren Rechtsstaat fördern. Genau das brauchen wir aber für die Integration der Flüchtlinge in die Stadtgesellschaft.

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