Extraschicht

Extraschicht lockt mit Stahl und Feuerwerk nach Duisburg

Die „Goede Verwachting" steht im Binnenschifffahrtsmuseum im Mittelpunkt.

Foto: Stephan Eickershoff

Die „Goede Verwachting" steht im Binnenschifffahrtsmuseum im Mittelpunkt.

Duisburg.   Extraschicht am 30. Juni: Umfangreiches Programm bei Thyssenkrupp, am Innenhafen, im Lanschaftspark und im Binnenschifffahrtsmuseum.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Am 30. Juni ist das Revier auf Extraschicht. Besucher können an 50 Spielorten Kultur erleben. In Duisburg beteiligen sich die altbekannten Spielstätten: der Innenhafen, das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt, Thyssenkrupp und der Landschaftspark. Da in den vergangenen Jahren die Busse oft überfüllt waren, wurde nun eine neue Linie eingerichtet, die von Hauptbahnhof und Innenhafen den Landschaftspark direkt ansteuert. Im Jahr des Kohleausstiegs und mit Blick auf den 25. Geburtstag des Landschaftsparks ist das nächtliche Kulturevent noch einmal weiterentwickelt worden. Und mit rund 24 500 Besuchern im vergangenen Jahr war es ohnehin einer der größten Extraschicht-Standorte. Um die Erweiterung finanziell stemmen zu können, kooperieren die Duisburger Veranstalter nun erstmals mit den „Glory 7“ – einem Zusammenschluss großer Unternehmer wie Pape, Haniel, König-Pilsener, Scania, Autohaus Brüggemann und der Sparkasse.

Landschaftspark

„Bei uns wird Strukturwandel unmittelbar erlebbar durch ehemalige Mitarbeiter, die Führungen anbieten und von ihrer früheren Arbeit erzählen. Oder etwa im Kletterpark“, zählt Claudia Kalinowski vom Landschaftspark auf. Aufsehen erregend wird es natürlich auch: Um 23.15 Uhr wird es ein Feuerwerk geben. „Da kommen wir nicht mehr drumherum“, sagt Landschaftspark-Chef Ralf Winkels. Einmal fand zum Extraschicht-Termin das Traumzeit-Festival statt. Dutzende Zuschauer kamen am Samstagabend, um ein Feuerwerk zu sehen und zogen unverrichteter Dinge wieder ab. Also gibt es wieder Knalleffekte über dem Hochofen. Musikalisch gestalten den Abend Anke Johannsen, Philipp Eisenblätter, Jan Mark und Trionova auf der Bühne auf dem Gießhallenvorplatz. Der Butterwegge, das C. Terbonssen Trio und Altin Gün & Band spielen auf dem Hochofen-Karree. Bülent Akşen, „die Stimme der Wedau“, wird moderieren.

Von 18 Uhr bis 2 Uhr können Besucher über die „Sinfonie für Zyklonauten“ staunen – eine Rauminstallation mit Toncollagen, Videoprojektionen und einer Lichtinszenierung. Die Tanzperformance „Codex Atlanticus“ stellt Skizzen, Studien und Zeichnungen Leonardo da Vincis in den Kontext der Industrialisierung. Unter dem Titel „Waschtag“ wird an der Bunkertasche, beginnend um 18.15 Uhr, ein Projekt für vier Tänzerinnen gezeigt.

Binnnenschifffahrtsmuseum

Das ist große Konkurrenz, doch Dr. Bernhard Weber, Leiter des Binnenschifffahrtsmuseum, sagt dennoch selbstbewusst: „Eigentlich kann man bei uns einen ganzen Abend verbringen.“ Der Kleine Prinz übernimmt das Catering und serviert Köstlichkeiten der sechs deutschen Stromgebiete – Rhein, Elbe, Donau, Oder, Weser und Ems. Wer nun an Frisch-Spezialiäten denkt, ist schief gewickelt. Die Donauregion ist natürlich mit Donauwelle vertreten. Der wissenschaftliche Volontär des Hauses, Dr. Cornelius Lehmann, ist vielseitig talentiert. Er singt und spielt an dem Abend im „Schiffchen“ Klavier. Später legt DJ Alex G. auf. Das Segelschiff „Goede Verwachting“ steht im Mittelpunkt der Sound-und Lichtinstallation von Heinz Robert Martin und Tim Ehm zum „Fliegenden Holländer.“ Übrigens: Schon die Anreise zum Museum ist ein Erlebnis: Zwischen Innenhafen und Ruhrort pendelt ein Schiff, das ebenfalls mit dem „Extraschicht“-Ticket nutzbar ist.

Thyssenkrupp-Rundfahrt

„Mit Millionen-Tonnagen kennen wir uns aus, aber der Andrang war im vergangenen Jahr enorm“, sagt Theresa Junk von Thyssenkrupp. Erfahrungsgemäß ist der Andrang bei den Rundfahrten über das Thyssen-Gelände immer besonders groß. Im Halbstundentakt starten die Busse, die an Hochöfen, Stahl- und Walzwerken vorbeifahren. Um die Wartezeit zu vertreiben, spielen abwechselnd ein Ensemble der Philharmoniker und eine Marching-Band.

Im Innenhafen

Im Innenhafen finden ab 18 Uhr wieder spannende Führungen statt. Auf vier Bühnen gibt es Musik- und Showacts. Die Besucher selbst sind unter dem Motto „Brett & Spiele“ im Garten der Erinnerung gefragt. Außerdem gibt es eine Ausstellung namens „Puppen.“ Unbestreitbarer Höhepunkt ist um Mitternacht das Höhenfeuerwerk.

Eintrittskarten: Vorverkauf läuft schon

Eintrittskarten kosten 17 Euro und gelten sowohl für die Spielorte als auch für die Shuttlebusse und den ÖPNV. Am Abend selbst kostet der Eintritt 20 Euro. Inhaber einer Ruhrtop-Karte zahlen nur 8,50 Euro. Erhältlich sind die Karten etwa in den WAZ/NRZ-Leserläden, in der Tourist-Info oder im Landschaftspark.

Infos: www.extraschicht.de

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik