Corona

„Corona“ lässt Umsätze bei Systemgastronomen sinken

Zu den Systemgastronomen gehören nicht nur Burgerbrater, sondern auch andere Anbieter des schnellen Essens.

Zu den Systemgastronomen gehören nicht nur Burgerbrater, sondern auch andere Anbieter des schnellen Essens.

Foto: Foto: Alexandra Roth / FUNKE Foto Services

Duisburg.  McDonalds führt die bundesweite Liste der größten Systemgastronomen an. Doch schon auf Platz drei befindet sich ein Überraschungskandidat.

In Deutschland gibt es zahlreiche Systemgastronomie-Anbieter – darunter einige, die Kunden auf den ersten Blick gar nicht als solcheidentifizieren würden. Spitzenreiter ist McDonalds, gefolgt von Burger King. Schon auf Platz drei befindet sich die Lufthansa-Service-Group, die nicht nur die Flieger mit Mahlzeiten bestückt, sondern auch die Lounges ausstattet. Hinter der Firma Valora (Platz sieben) steckt etwa die Bäckerei-Kette „Backwerk.“

2018 legten die Top 100 der Branche einen Nettoumsatz von rund 14,53 Mrd. Euro vor – eine Steigerung von 5,3 Prozent zum Vorjahr. „Generell ist zu sagen, dass die Individualgastro den Großteil des Umsatzes (59 %) und der Besuche (70 %) in der Gastronomie zählt. Jedoch wird das Wachstum vor allem von der Systemgastro generiert“, fasst Alexander Michalik vom Marktforschungsinstitut Npd zusammen. 2019 gaben die Gäste 7,8 Prozent mehr Geld in diesem Bereich aus.

Aktuell sieht es allerdings düster aus, so Michalik: „Die Corona Krise ist auch in unserer Statistik sehr deutlich zu erkennen. Wir mussten bereits eine negative Umsatz-Entwicklung im niedrigen zweistelligen Prozent-Bereich verzeichnen. Wegen der Ausgangsbeschränkungen trifft es nun alle Marktteilnehmer mit voller Härte.“ Die einzige Chance, weiterhin Umsatz zu generieren, sei das Angebot von Liefer- oder Abholmöglichkeiten. Hier sei eine Steigerung zu erwarten. Dies werde jedoch nicht das „Heilmittel“ sein: Um Kosten deckend zu wirtschaften werde das Abhol-Geschäft von den Gästen zu wenig in Anspruch genommen.

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