Schule

Es muss nicht immer Hightech sein für den Unterricht

Digitale Endgeräte und Medien halten immer stärker Einzug in den Unterricht: Das Bild zeigt eine I-Pad-Klasse am  Krupp-Gymnasium in Rheinhausen.

Foto: Stephan Eickershoff

Digitale Endgeräte und Medien halten immer stärker Einzug in den Unterricht: Das Bild zeigt eine I-Pad-Klasse am Krupp-Gymnasium in Rheinhausen. Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.   Das Mannesmann-Gymnasium in Huckingen war Gastgeber beim „Mint-Tag NRW“ des Netzwerks Schulewirtschaft NRW. Thema war die Digitalisierung.

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Seit 2011 ist das Mannesmann-Gymnasium Mint-EC-Schule und einziges Duisburger Mitglied im nationalen Exzellenz-Netzwerk von Schulen mit einem technisch-naturwissenschaftlichen Schwerpunkt. Am Dienstag war das größte Gymnasium der Stadt Gastgeber für 180 Lehrer aus rund 100 weiterführenden Schulen beim „Mint-Tag NRW“, den die Initiative Schulewirtschaft NRW zum Thema „Mint-Exzellenz im Kontext der Digitalisierung“ ausrichtete.

Immer mehr digitale Endgeräte und Medien

Tablets und Apps, Beamer und Online-Schulbücher, 3D-Drucker, und digitale Lehr- und Lernplattformen, nicht zuletzt der Einsatz der Schüler-Smartphones im Unterricht: Die Themen der Workshops spiegeln die Bandbreite der digitalen Medien und Endgeräte, die mittlerweile Einzug in die Klassenzimmer gehalten haben. Gleichzeitig mit deren Einsatz passende Konzepte zu entwickeln und mit der Weiterbildung der Lehrer Schritt zu halten, erweist sich oft als Herausforderung für die Schulen, berichten Beate Gathen und Dr. Heike Hunecke von Schulewirtschaft NRW. „Laptop-Klassen etwa waren ein Riesen-Hype, aber viele sind daran gescheitert, weil es weder ein Medienkonzept noch Fortbildungen gab.“

Der Mint-Tag soll deshalb die Möglichkeiten digitaler Infrastruktur, Medien und Werkzeugen aufzeigen und informieren über die erforderlichen Kompetenzen. „Wir wollen Schulen helfen herauszufinden, was für sie passt“, so Heike Hunecke. Landesweit gebe es große Unterschiede bei Ausstattung und Budgets der Schulen. „Da zeigt sich das Engagement der Städte, aber oft auch die guten Beziehungen, die Schulen aufbauen können zu Unternehmen. Entscheidend ist das Engagement der Schulen selbst, ob sie persönliche Beziehungen aufbauen können“, beschreibt Beate Gathen die Voraussetzung für die Bereitschaft von Unternehmen, Schulen zu unterstützen: „Mint-EC ist dabei ein Qualitätsprädikat, das hilft.“

Lehrer bleibt entscheidend für Qualität

Zu glauben, digitale Technik führe automatisch auch zu besserem Unterricht, sei gleichwohl ein Trugschluss, warnen die Netzwerk-Vertreterinnen und bestätigen die Erfahrung von Philipp Kastrup, Lehrer und Mint-Koordinator am „Mannesmann“: „Das Entscheidende bleibt der Lehrer. Jede Schule braucht ein auf sie zugeschnittenes Medienkonzept.“

Auch an Duisburgs größtem Gymnasium sei das Engagement aus dem Kollegium entscheidend für die Einführung digitaler Technik, den Aufbau von Kooperationen, etwa mit HKM für einen „Stahltag“ und dem Einwerben von Sponsorengeldern.

Zahlreiche Erfolge bei Wettbewerben bestätigen den Weg, findet Schulleiterin Birgitt Keens. „Wir fühlen uns da schon als Leuchtturm“, sagt sie selbstbewusst. Wünsche bleiben aber auch nach der Modernisierung noch offen: Mit Glasfaser-Anschluss möchte die Schule bald den nächsten Schritt machen.

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