Radtouren durch Duisburg

Duisburg mit dem Rad entdecken - Wir stellen Touren vor

Volontär Erik Acker fährt durchs Naturschutzgebiet Rheinaue Walsum. Bei herrlichem Wetter geht’s erstmal über den Deich. Im Hintergrund erstreckt sich das Kraftwerk Walsum.

Foto: Tamara Ramos

Volontär Erik Acker fährt durchs Naturschutzgebiet Rheinaue Walsum. Bei herrlichem Wetter geht’s erstmal über den Deich. Im Hintergrund erstreckt sich das Kraftwerk Walsum.

Duisburg.   Ob für sportliche Radler oder gemütliche Fahrradfahrer - wir stellen sechs Touren samt Übersichtskarten in Duisburg vor: durch Siedlungen, Industrie und viel Natur.

In unserer Serie "Hinaus..." steigen wir diesmal aufs Rad und stellen einige Touren in Duisburg vor. Mit den Kindern um den Toeppersee oder von einer Sportaktivität zur nächsten, hier sollte für jeden etwas dabei sein.

Mit dem Rad durch das Naturschutzgebiet Walsum

„Klick klick“ – der zwölfte Gang ist drin. Ein Blick über die Schulter: die Fahrradtasche sitzt fest auf dem Gepäckträger. Es kann los gehen. Etwa 23 Kilometer durch Walsum, Wehofen, Mattlerbusch, Aldenrade und wieder zurück. Ich kenne mich (noch) nicht gut aus in Duisburg, freue mich deshalb um so mehr auf die Tour im Norden der Stadt. Vor allem, weil sie auf der Karte durch viele grüne Gebiete führt.

Start ist im Naturschutzgebiet Rheinaue Walsum. Direkt auf dem Hochwasserschutzdeich, wo blökende Schafe grüßen. Die Strecke auf dem Deich ist gerade. So kann ich mich immer wieder umschauen. Den Ausblick genießen, während der Wind in meinen Ohren pfeift. Zu meiner Linken fahren dicke Containerschiffe über den Rhein. Hinter mir verschwindet langsam die Kulisse des Kraftwerk Walsum. Beeindruckend.

Mit Vollgas geradeaus

Die von Wasserpflanzen durchzogenen Teiche und Tümpel im Naturschutzgebiet fokussieren den Blick beim Fahren wieder auf das direkte Umfeld. Einzelne Sonnenstrahlen schaffen es durch die Äste und erzeugen ein wirres Muster auf den Wegen.

Doch das war es auf einmal mit Natur. Durch Alt Walsum fahre ich weiter nach Vierlinden. Die Strecke führt zum größten Teil durch Bergarbeitersiedlungen, in denen keine Bergarbeiter mehr wohnen und Straßen, an denen gerade neu gebaut wird. Ich halte immer wieder an. Blicke auf meine Karte, schaue dann nach oben, um Orientierungspunkte zu finden, studiere wieder die Radkarte. Aber die Mühe lohnt sich.

Entlang der Kleinen Emscher

Die Siedlung Wehofen hat ganz besonderen Charme. Rohziegel, kleine Vorgärten und Verbindungen zwischen einzelnen Gebäudegruppen – abgerundet von der großzügigen Bepflanzung der Bürgersteige. Nur der Straßenbelag schüttelt mich etwas durch. Weiter geht’s südlich durch den Freizeitpark Hamborn, wo besonders auf dem Spielplatz echt viel los ist, nach Obermarxloh. Hier folge ich der Kleinen Emscher für ein kurzes Stück bis ich nach rechts abbiege und parallel zur A59 radele.

Viel Grün um mich herum, als ich über den Deich fahre, der sich direkt unter der Siedlung Wehofen befindet. Es geht ein gutes Stück geradeaus und der Weg ist frei – Vollgas. Und: kühler Gegenwind. Schon über die Hälfte geschafft.

Zum Schluss nochmal Vollspannung

Ich überquere die Schienen der alten Güterbahn, die hat schon lange keine Bahn mehr genutzt. Ein paar Abbiegungen später: Industrie. Soweit mein Auge reicht. Ich erkenne den Turm wieder. Eben bin ich noch vor ihm weggefahren, jetzt streckt er sich vor meiner Nase in die Luft. Er gehört zum Kraftwerk Walsum. Als ich darauf zu fahre und auf den gewaltigen Betontrichter fokussiert bin, knistert es neben mir. Ich fahre direkt an einem Umspannwerk vorbei. Zum Schluss der Tour also nochmal Vollspannung. Wie elektrisiert trete ich kräftig in die Pedale. Als ich den großen Turm passiert habe, sind fast zwei Stunden vergangen. Noch schnell über die Brücke am Nordhafen Walsum und etwas mehr als 23 Kilometer sind geschafft.

Hier noch einmal die anderen Radtouren durch Duisburg:

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