Lokales

Ein Naturgarten zum Mitmachen

„Ich esse seit zehn Jahren Wildpflanzen und wasche sie nie. Viele Menschen machen sich zu viele Sorgen und sehen Probleme, wo keine sind“, sagt Daniel Martens, während er vor einem Bauwagen wie bei Pippi Langstrumpf sitzt und über ein exakt 2442 Quadratmeter großes Feld in Rumeln an der Liebigstraße blickt. Obwohl erst ein Jahr alt, wächst in dem Naturgarten schon allerlei. Hauptsächlich Pflanzen, die in Rumeln-Kaldenhausen nur wenige Menschen noch kennen.

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„Ich esse seit zehn Jahren Wildpflanzen und wasche sie nie. Viele Menschen machen sich zu viele Sorgen und sehen Probleme, wo keine sind“, sagt Daniel Martens, während er vor einem Bauwagen wie bei Pippi Langstrumpf sitzt und über ein exakt 2442 Quadratmeter großes Feld in Rumeln an der Liebigstraße blickt. Obwohl erst ein Jahr alt, wächst in dem Naturgarten schon allerlei. Hauptsächlich Pflanzen, die in Rumeln-Kaldenhausen nur wenige Menschen noch kennen.

Streuobstwiese soll folgen

Daniel Martens ist Initiator des Projektes, setzt sich seit langem für die Umwelt ein, besonders seit er mit nicht genutzter Solarenergie seines Solardaches Tomatengewächshäuser betrieb. Schließlich entdeckte er die Brachfläche, fragte bei der Stadt an, die das Feld im Vorjahr zur Verfügung stellte. Das Amt für Umwelt und Grün sowie die Bürgerstiftung Duisburg unterstützen die Naturgartengemeinschaft. Inzwischen arbeiten zwölf Leute aktiv mit, sind für bestimmte Bereiche zuständig. Johannisbeere und Wein, ein Knoblauchfeld (gut gegen Mäuse und Hasen) und ein Kräuterrondell mit Bärlauch, Maggikraut, Lavendel, Rosmarin, Petersilie und vielerlei mehr sind in dem Naturgarten zu finden. Verschiedene Hochbeete sind angelegt. Es gibt zur Wasserversorgung einen zehn Meter tiefen Brunnen. In nächster Zeit wird eine Streuobstwiese entstehen.

Die Stadt lässt dort acht Apfel- und drei Zwetschgenbäume sowie einen Walnussbaum pflanzen. Martins: „Es soll ein Pflückgarten für jeden sein.“ Der engagierte Naturfreund hofft, dass vor allem auch Schülergruppen vorbeischauen. Nach seiner Meinung sollte der Besuch eines Naturgartens Pflicht im Fach Biologie sein, damit Kinder die Pflanzen als Nahrungsmittel und als Medizin kennenlernen.

Mittlerweile wurde eine Wildpflanzendatenbank angelegt. Etwa 60 Pflanzen davon sind essbar. Einbringen kann sich übrigens jeder Interessierte bei diesem Projekt, für das die Ausrichtung als Natur- und Wildgarten maßgeblich ist.

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