Schwanentorbrücke

Das Duisburger Wahrzeichen Schwanentorbrücke wird saniert

Der erste der vier Türme der Schwanentor-Brücke in der Innenstadt ist für die Sanierungsarbeiten eingerüstet und verhüllt.

Foto: Lars Fröhlich

Der erste der vier Türme der Schwanentor-Brücke in der Innenstadt ist für die Sanierungsarbeiten eingerüstet und verhüllt. Foto: Lars Fröhlich

Duisburg.   Die Arbeiten an der Duisburger Schwanentorbrücke haben begonnen. Aber Radler und Fußgänger missachten die Sperrungen.

Dem ersten der vier Türme der Schwanentorbrücke geht’s an die verklinkerte Außenhaut. Hinter einer lichten Plane und von einem zwölfstöckigen Gerüst aus haben die Sanierungsarbeiten begonnen. Einhalb Jahre sollen die Arbeiten dauern, Kosten von 2,6 Millionen Euro sind eingeplant. Nicht eingeplant waren undisziplinierten Radler und Fußgänger, die an der Baustelle Probleme bereiten, weil sie nicht die Fahrbahnseite wechselten. Es ist schon zu Stürzen gekommen

Hintergrund der Arbeiten: Die Brücke ist in die Jahre gekommen. 1950 wurde die Konstruktion des Architekten Hans-Siegfried Persch in Betrieb genommen mit dem 22 Meter breiten und 18 Meter langen Hubteil zwischen den 20 Meter hohen Türmen mit ihren Fensterschlitzen und verglasten Obergeschossen. An einem der Türme befindet sich ein rundum verglaster Steuerstand für das Brückenpersonal, der allerdings schon seit Jahren nicht mehr genutzt wird.

Mauerwerk wird wieder aufgebaut

Geplant ist nun, dass das Mauerwerk der Türme abgerissen und die dahinterliegende Stahlkonstruktion in Stand gesetzt, verstärkt und mit Korrosionsschutz versehen wird. Anschließend wird das Mauerwerk wieder aufgebaut. „Die vorhandenen Fenster der Türme werden ausgebaut und nach ihrer Restaurierung wieder eingesetzt“, heißt es bei den städtischen Wirtschaftsbetrieben.

Jahrzehntelang stand die längst denkmalgeschützte Schwanentorbrücke am Innenhafen für Spektakel und für Ärgernis. Wollten Schiffe ans Ende des Hafenbeckens oder von dort wieder in Richtung Rhein, ging’s aufwärts mit dem mittleren Brückenteil samt Fahrbahn, Straßenbahnschienen und Oberleitung. Um 5,50 Meter konnte die Konstruktion angehoben werden. Gut für Schifffahrt, aber auch eine oft mehrfach täglich fällige Geduldsübung für Autofahrer und DVG-Fahrgäste auf dieser wichtigen Nord-Süd-Achse zwischen Innenstadt, Ruhrort und Stadtnorden.

Heben lässt sich die Brücke übrigens nach wie vor, wenn auch die Erneuerung der betagten Hubtechnik im Inneren der vier Türme nicht ansteht. „Die Brücke wurde zu Testzwecken kurz vor Beginn der Baumaßnahme angehoben“, berichtet WBD-Sprecherin Sarah Lampe: „Die Probehebung fand nachts statt, so dass es nicht zu einer Einschränkung des Verkehrs kam.“

In der kommenden Woche wird ein zweiter Brückenturm eingerüstet, dann geht’s auch dort los mit dem Mauerabriss.

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