Glaube

Ein Duisburger lebt für die Gemeinde

Dietrich Rahm in „seiner“ evangelischen Kirche in Laar.

Dietrich Rahm in „seiner“ evangelischen Kirche in Laar.

Foto: Fabian Strauch

Duisburg.   Dietrich Rahm engagiert sich seit seiner Kindheit in einer, heute leitet er eine Seniorengruppe in Laar und unterstützt Zuwanderer.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Für Dietrich Rahm ist die evangelische Kirche an der Apostelstraße in Laar die zweite Heimat. Schon als kleiner Junge saß er dort auf den Bänken, betete, ging in sich und genoss es, Gott nah zu sein. Über 70 Jahre später ist das noch immer so. Seit seiner Jugend engagiert er sich im Christlichen Verein Junger Menschen (CVJM). Der Verein und die Kirche bestimmen noch immer sein Leben: Er hilft im CVJM, der evangelischen Gemeinde und dem Stadtteil, wo er kann.

Viele schöne Erinnerungen bei jedem Besuch in der Kirche

Mittlerweile feiert ein bulgarischer Verein in der Kirche an der Apostelstraße seine Gottesdienste. Die evangelische Gemeinde wurde zusammengelegt. Gottesdienste finden in Beeck statt. Und dennoch zieht es Rahm, mittlerweile 79 Jahre alt, immer wieder in die Kirche, an die er so viele schöne Erinnerungen hat. „Der CVJM unterstützt die bulgarischen Vereine finanziell. Dafür dürfen wir im Gemeindesaal den Seniorenkreis stattfinden lassen“, sagt Rahm. Nicht nur beim Seniorenkreis ist er in der Kirche. Auch sonst sieht er nach dem rechten, ist mittlerweile Schatzmeister des bulgarischen Vereins. „Verträge und Finanzielles sind für sie Neuland. Ich helfe gern“, sagt er.

Das war schon immer so. Zeit seines Lebens hat er sich in der Kirchenarbeit engagiert; Rahm machte Besuche zu Geburtstagen, im Krankenhaus oder Seniorenheim, war rufbar bei Notfällen. Alles ehrenamtlich. Das versteht sich für den früheren Presbyter von selbst.

Erinnerungen an den Krieg

„Ich wurde christlich erzogen“, sagt er. „Meine Eltern waren schon in dieser Gemeinde, meine Vorfahren stammen aus Laar“, sagt er voller Stolz. „Ich lebe in einem Haus mit Blick auf den Rhein. Es ist nur ein kurzer Fußweg bis zur Kirche. Ich habe immer gerne hier gelebt.“ Gut kann er sich noch erinnern, als über Duisburg im Zweiten Weltkrieg die Bomben fielen und seine Familie nach Baden-Württemberg fliehen musste. „Als wir wiederkamen, war die Kirche fast komplett zerstört“, sagt er. Er spielte in den Trümmern, schlug Steine und half beim Aufbau.

Rahm war Vorsitzender des CVJM bis ins Rentenalter

Auch während seiner Ausbildung zum Elektroniker war er immer in der Kirche aktiv. Beim CVJM war er schon Mitglied, bevor dieser so hieß. „Damals war das eine Jugendschar“, sagt er. Er leitete schließlich Jugendgruppen und organisierte Feste und Ausflüge. Später war er Vorsitzender der Duisburger CVJM, erst mit 65 trat der Thyssenarbeiter zurück. „Irgendwann musste mal Schluss sein. Da war es Zeit, den Staffelstab weiterzugeben“, sagt er und lächelt.

Auch in Zukunft möchte er sich in der Gemeinde engagieren. „Meine Söhne treten in meine Fußstapfen“, sagt er stolz. „Ich habe versucht, ihnen meine Werte weiterzugeben: Zusammenhalt, Glaube, Engagement. Das Leben in einer Gemeinschaft ist etwas sehr Kostbares“, sagt er.

>>> Eine Kirche für fünf Stadtteile

Die Evangelische Gemeinde Ruhrort-Beeck besteht seit 2007, zuvor gab es auf ihrem Gebiet fünf eigenständige Gemeinden.


Sie nutzt für ihr Gebiet (Beeck, Beeckerwerth, Laar, Bruckhausen und Ruhrort) nur noch die Beecker Kirche, alle anderen wurden abgestoßen oder vermietet.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben