Hitze

Edeka: Rasensprenger-Kühlung im Supermarkt läuft weiter

Edeka will den Supermarkt in Duisburg-Buchholz modernisieren, eine erste Maßnahme ist eingeleitet. Bis alles umgesetzt wird, dauert es aber noch.

Edeka will den Supermarkt in Duisburg-Buchholz modernisieren, eine erste Maßnahme ist eingeleitet. Bis alles umgesetzt wird, dauert es aber noch.

Foto: Tanja Pickartz / FUNKE Foto Services

Duisburg-Buchholz.  Die Rasensprenger-Kühlung im Supermarkt läuft bei Bedarf weiter. Edeka findet: Verdorbene Lebensmittel wären schlimmer als der Wasserverbrauch.

Der Sommer kehrt in diesen Tagen noch einmal zurück. Im Edeka-Markt an der Düsseldorfer Landstraße beobachtet man das Thermometer genau – das draußen und das der Kühltheken. Denn wird es zu warm, schafft die Kühlanlage auf dem Dach es nicht, deren Temperaturen gering genug zu halten. Seit Monaten muss der Supermarkt seine Kühlanlage auf dem Dach immer wieder mit einem handelsüblichen Rasensprenger unterstützen. Die Verantwortlichen wollen jetzt zwar handeln – bis dahin kann es allerdings noch dauern.

Anwohner Stefan Hillerich stört, dass Edeka noch immer keine Abhilfe geschaffen hat. „So eine Wasserverschwendung“, klagt er. Etwa 20.000 Liter Wasser rinnen über den Rasensprenger pro Tag auf die Straße. „Ich wundere mich, dass Edeka da bisher nicht reagiert hat. Regelmäßig liegen außerdem Lappen um die Kühltheken herum, um Wasserpfützen aufzunehmen. Ich überlege, künftig woanders einkaufen zu gehen“, sagt Hillerich.

Stadt belegte den Supermarkt schon mit einem TK-Verkaufsverbot

Ende Juni hatte das städtische Gesundheitsamt dem Supermarkt an der Düsseldorfer Landstraße ein Verkaufsverbot auferlegt: Die Tiefkühlware durfte nur noch bis zum Ende des Tages verkauft werden; selbst die zusätzliche Kühlung mit dem Rasensprenger hatte nicht ausgereicht. Erst als der Supermarkt die Kühltheke repariert hatte, durfte er wieder Pizza, Spinat und Windbeutel anbieten.

Vor rund vier Wochen prüfte die Stadt erneut die Kühlanlagen einiger Supermärkte auf die Einhaltung der vorgeschriebenen Funktionstüchtigkeit. Der Buchholzer Edeka-Markt war aber nicht darunter. „Dort wurden bereits nach Feststellung der Mängel alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen. Die Umsetzung wurde von der Lebensmittelüberwachung mehrfach kontrolliert. Insofern waren die Lagerbedingungen bereits bekannt, und der Betrieb wurde während dieser Schwerpunktkontrolle nicht erneut überprüft“, sagt Stadtsprecherin Denise Dreßler.

Edeka hat eine Teilklimatisierung des Supermarktes beauftragt

Doch auch wenn die Temperaturen wieder unter die 30-Grad-Marke rutschen, hilft das dem Supermarkt nicht besonders, heißt es aus der Pressestelle von Edeka Rhein-Ruhr: „Durch die hohen Temperaturen der letzten Wochen hat sich die Luft im Markt stark aufgeheizt. Daher dauert es lange, bis sich ein geschlossener Raum in dieser Größenordnung wieder normalisiert. Deswegen benötigt die Anlage weiterhin zusätzlich Kühl-Unterstützung in Form des Sprenklers.“

Dies sei gängige Praxis, solle allerdings kein Dauerzustand sein. „Deshalb planen wir größere Modernisierungsmaßnahmen – ein entsprechender Bauantrag ist in Vorbereitung.“ Details könnten aber erst bei genauerer Planung genannt werden.

In Auftrag gegeben wurde eine Teilklimatisierung des Marktes. Wann diese erfolgen wird, steht noch nicht fest – die Monteure seien aufgrund der hohen Temperaturen in diesem und vorigen Sommer zu stark ausgelastet. Bis dahin müsse, wenn es nötig ist, auf die Rasensprenger zurückgegriffen werden. „Denn der Schaden durch verdorbene Lebensmittel wäre - auch in ökologischer Hinsicht - deutlich größer als der aktuell erhöhte Wasserverbrauch“, so Edeka Rhein Ruhr.

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