Demos am 1. Mai

„Duispunkt“ plant Kundgebung gegen die Partei „Die Rechte“

Menschen demonstrierten am 7. April 2018 gegen eine Kundgebung der Partei „Die Rechte“ auf dem Portsmouthplatz am in Duisburg.

Menschen demonstrierten am 7. April 2018 gegen eine Kundgebung der Partei „Die Rechte“ auf dem Portsmouthplatz am in Duisburg.

Foto: Lars Fröhlich

Duisburg.  Die Duisburger Initiative „Duispunkt“ will am Tag der Arbeit eine Kundgebung gegen eine Demonstration der Partei „Die Rechte“ veranstalten.

Seit mehreren Monaten laufen die Vorbereitungen der Initiative „Duispunkt + wir“ für einen Gegenprotest zu einer angekündigten Demonstration der Partei „Die Rechte“ am Tag der Arbeit in Wanheimerort.

Über 90 unterschiedliche Initiativen, Parteien, Gewerkschaften und kirchliche Verbände wollen gemeinsam für ein „lebenswertes und weltoffenes Duisburg“ auf die Straße gehen und ein internationales Kulturfest auf dem Hochfelder Markt veranstalten.

Auf einer Bühne werden ab 13 Uhr verschiedene Musiker aus Duisburg und Umgebung und auftreten. Es soll auch einen Poetry Slam geben, wo Schreiber ihre Texte vortragen können. „Das Programm gibt auch Betroffenen eine Bühne“, sagt eine der Macherinnen von Duispunkt. Anschließend ist ein offenes Musizieren und Tanzen geplant. „Jeder, der möchte, kann ein Instrument mitbringen“, sagt Mitorganisatorin Margarete Wösthoff.

Probleme bei der Anreise

Die Gegendemonstranten kritisieren, dass durch einen Polizeieinsatz die Demo-Route der Partei „Die Rechte“ nicht erreichbar sei. „Die Polizei wird Wanheimerort großräumig absperren. Die Mahnwachen werden nur mit Bussen erreichbar sein“, sagt Mitorganisator Eckart Pressler, „Wir würden uns wünschen, dass die DVG allen Teilnehmern eine kostenfreie Nutzung der Verkehrsmittel ermöglicht.“

Für Luise Hoyer von Duispunkt sei es ein „Unding“, dass für die Demonstrationen ein ganzer Stadtteil abgesperrt werde. „Auch Behinderte müssen einen weiten Umweg in Kauf nehmen, um an den Aktionen teilzunehmen“, sagt Hoyer. Das Duisburger Jugendbündnis gegen Rechts „Rise-up“ fordert, dass jeder in Sicht- und Hörweite demonstrieren könne. Damit sich Bürger rechtzeitig informieren können, wird die Polizei bereits am 30. April für weitergehende oder spezielle Fragen zu Verkehrsregelungen oder Sperrungen in der Zeit von 8 bis 16 Uhr ein Bürgertelefon einrichten (Rufnummer: 0203-280-1061). Am 1. Mai wird diese Servicenummer ab 8 Uhr besetzt sein. Zusätzlich informiert die Polizei Bürger mit Flyern.

Weitere Aktionen

In anderen Stadtteilen sind am 1. Mai verschiedene Aktionen geplant, wie zum Beispiel ein Fahrradkorso zum Landschaftspark, der um 13 Uhr an der Duispunkt-Bühne startet. „Es ist immer gut, eine Trillerpfeife mit dabei zu haben. Ich denke, dass aber auch Ohrenstöpsel wichtig sind“, rät Margarete Wösthoff. Man könne sich auf verschiedene Art und Weise ausdrücken – Gewalt und Hass werde von der Gegeninitiative aber in allen Formen abgelehnt. Das Jugendbündnis „Rise up“ bildet mit einer Kundgebung an der Pauluskirche in Hochfeld einen weiteren Anlaufpunkt.

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