Politik

Duisburgs SPD-Spitze geht zur GroKo in Klausur

Der CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer (l.), der SPD-Parteivorsitzende Martin Schulz (r.) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) stellten am Freitag das Sondierungspapier vor.

Foto: Maurizio Gambarini

Der CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer (l.), der SPD-Parteivorsitzende Martin Schulz (r.) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) stellten am Freitag das Sondierungspapier vor. Foto: Maurizio Gambarini

Große Koalition ja oder nein? Das Stimmungsbild an der Duisburger Basis ist auch nach der Sondierungsrunde in Berlin weiter gespalten.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Viel Lesestoff für die Duisburger SPD-Basis: Aus dem Parteibüro im Dellviertel wurden am Freitag die 28 Seiten aus dem verhandelten Berliner Sondierungspapier von SPD und Union per Mail-Verteiler an die Mitglieder verschickt. GroKo-Verhandlungen ja oder nein? Das wird an diesem Wochenende auch die ohnehin anberaumte Klausurtagung der Duisburger Parteispitze beschäftigen. Da soll es auch um den Aufbruch der SPD in Duisburg gehen. Passt da die Große Koalition hinein?

Jäger distanziert: „Papier ist eine Fleißarbeit“

Bisher ist die Duisburger SPD eher skeptisch bis dagegen. So auch der Parteivorsitzende Ralf Jäger. „Das Papier ist eine Fleißarbeit“, meint er vielsagend distanziert. Auf seinem Schreibtisch stapeln sich zwei Mail-Haufen von Mitgliedern. Die einen drohen mit Parteiaustritt bei einer GroKo, die anderen, wenn es keine GroKo gibt. Am 21. Januar soll ein Bundesparteitag entscheiden, ob es Koalitionsverhandlungen gibt. „Ich sehe die Abstimmung als offen an“, so Jäger und bleibt selbst eher skeptisch.

Acht-Milliarden-Paket für Kommunen geplant

Die Duisburger SPD-Parteivize und parlamentarische Geschäftsführerin der Bundestagsfraktion Bärbel Bas spricht von einem „schweren Weg“. Sie konstatiert dem Sondierungspapier zumindest „einiges Gutes“, etwa das Acht-Milliarden-Paket für die Kommunen oder die Aussicht auf eine Altschulden-Regelung für finanzschwache Städte wie Duisburg. Zugleich: Mit der geforderten Bürgerversicherung scheiterte die SPD. Dennoch spricht sich Bas dafür aus, mit der Union weiter zu verhandeln – eine Aufweichung ihres bisherigen Neins.

„Begeisterung sieht anders aus“, meint SPD-Parteigeschäftsführer Jörg Lorenz. Er sieht die Partei in ihrer Stimmungslage gedrittelt: „Ein Drittel ist strikt gegen eine neuerliche Große Koalition, ein Drittel ebenso klar dafür und dazwischen das letzte Drittel, das noch unentschlossen ist und gucken will, wie es weitergeht.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (2) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik