Kultur im Dellviertel

Duisburgs Platzhirsch muss noch viel Futter finden

Ruhrgebiets-Rocker Stoppok und Band spielten 2016 am dritten Abend des Platzhirsch-Festivals vor vielen Fans auf dem Dellplatz.

Ruhrgebiets-Rocker Stoppok und Band spielten 2016 am dritten Abend des Platzhirsch-Festivals vor vielen Fans auf dem Dellplatz.

Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.  Die Crowdfunding-Kampagne für das „Festival der Artenvielfalt“ liegt bei knapp 5000 Euro, in gut zwei Wochen sollen es 20 000 Euro sein.

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16 Tage vor Ablauf der Crowdfunding-Kampagne für das Platzhirsch-Festival sind 4690 Euro zusammen gekommen. Damit liegt das Ziel, 20 000 Euro zu erreichen, zwar noch in deutlicher Entfernung, aber René Wolf vom Verein Kultursprung als Träger des „Festivals der Artenvielfalt“ ist optimistisch. „Jetzt kommt die richtig heiße Phase“, sagt Wolf. Seit dem Start der Geldsammlung per Internet am 8. Juli seien im Durchschnitt 300 Euro pro Tag eingegangen. Die Kampagne läuft noch bis zum 13. August. Crowdfunding funktioniert nach dem Prinzip „Alles oder Nichts“: Entweder der vorgegebene Betrag kommt zusammen – oder die Spender erhalten ihr Geld zurück.

„Jetzt werden alle nervös, aber ich bin zuversichtlich, dass wir das Ziel erreichen“, sagt Wolf. Für die nächsten Tage sei ein Betrag von 1000 Euro zugesagt worden, außerdem werben in der kommenden Woche die Platzhirsch-Macher in mehreren Radioberichten um weitere Förderer für den „Platzhirsch“, dessen fünfte Ausgabe vom 1. bis 3. September auf und rund um den Dellplatz läuft.

Eine unsichere Basis

Bislang wurde das Festival, das ausschließlich von Ehrenamtlichen des Kultursprung-Teams und Freiwilligen gestemmt wird, allein aus den Einnahmen von Tickets, Getränke- und Essensverkauf, Merchandise und Spenden finanziert. Eine unsichere Basis, die stark davon abhängig ist, ob das Wetter mitspielt, sagt Wolf. Ist doch eine wichtige Einnahme der Getränkeverkauf auf dem Dellplatz, und der ist wetterabhängig. Von dem, was in den Kneipen rund um den Dellplatz verzehrt wird, hat das Festival nichts, das ja auch nicht auf Gewinn abzielt.

Vielmehr geht es darum, das Viertel kulturell zu beleben und die freie Szene zu fördern. Es bietet nicht nur Musik, sondern auch Literatur, Theater, bildende Kunst und ein Kinderprogramm, wobei Platzhirsch Nischen in unterschiedliche Sparten und Genres sucht und findet. Die 20 000 Euro aus dem Crowdfunding sollen zur finanzielle Planungssicherheit beitragen, damit man nach dem Festival bereit sein kann, das folgende Jahr in Angriff zu nehmen. Und es soll zu einem quantitativen und qualitativen Ausbau des Programms beitragen.

Würden die Arbeitsstunden, die zu 100 Prozent ehrenamtlich geleitet werden, berechnet, läge der Etat des Festivals bis 100 000 Euro, so Wolf. Tatsächlich liegt das Budget weit darunter. Für den fünften Platzhirsch „ist der Kartenvorverkauf gut angelaufen“.

>>„DANKESCHÖNS“ WARTEN AUF GELDGEBER

Alle Informationen über die Crowdfunding-Kampagne für den Platzhirsch gibt es unter www.startnext.com/platzhirsch-festival.


Dort erfährt man auch, welche „Dankeschöns“auf die Geldgeber warten – vom Dankschreiben (5 Euro) bis zum Klavierkonzert mit Kai Schumacher (1500 Euro).

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