Gericht

Duisburgerin stahl Senioren in Altenheimen Schmuck und Geld

Eine 30-jährige Duisburgerin steht wegen Diebstahls und Betruges vor dem Landgericht. Die Angeklagte, hier mit ihrem Verteidiger, gab zu, in Altenwohnheimen und Seniorenwohnanlagen gestohlen zu haben, und mit so erbeuteten Scheckkarten Geld abgehoben zu haben.

Eine 30-jährige Duisburgerin steht wegen Diebstahls und Betruges vor dem Landgericht. Die Angeklagte, hier mit ihrem Verteidiger, gab zu, in Altenwohnheimen und Seniorenwohnanlagen gestohlen zu haben, und mit so erbeuteten Scheckkarten Geld abgehoben zu haben.

Foto: Bodo Malsch

Duisburg.  Mehrfach hat eine Duisburgerin gemeinsam mit zwei Komplizinnen Senioren in Altenheimen bestohlen. Nun steht die 30-Jährige vor Gericht.

Auf skrupellose Weise suchte und fand eine 30 Jahre alte Neumühlerin leichte Opfer: Zwischen Februar und Oktober 2018 bestahl sie gemeinsam mit zwei Mittäterinnen Senioren in Wohnheimen und Altenwohnanlagen. Schmuck und Bargeld verschwanden.

Erbeutete Scheckkarten wurden anschließend eingesetzt, um die Bestohlenen, die das Verschwinden noch gar nicht bemerkt hatten oder es gesundheitsbedingt gar nicht bemerken konnten, noch weiter zu bestehlen.

Am 27. Februar 2018 war die Angeklagte mit ihren Komplizinnen, nach denen noch immer gefahndet wird, in ein Seniorenwohndorf in Laar eingedrungen. Im 2. Obergeschoss wurde eine Tür aufgehebelt, Schmuck und 230 Euro Bargeld nahmen die Einbrecherinnen mit.

Duisburg: Angeklagter drohen bis zu vier Jahre Gefängnis

Bei weiteren Taten im Hunsrück und im Saarland erbeuteten die Täterinnen nicht nur Schmuck und Bargeld im Wert von mehr als 20.000 Euro. Auch Scheckkarten fielen ihnen in die Hände. Manchmal noch Wochen nach dem Diebstahl wurde mit ihnen weiteres Geld von den Konten der bestohlenen Senioren abgehoben. So verschwanden noch einmal mehr als 20.000 Euro.

Die Neumühlerin, die in Köln geboren wurde, legte am ersten Verhandlungstag ein rückhaltloses Geständnis ab. „Es war nicht doll, aber es war so“, kommentierte ihr Anwalt kurz und bündig die Anklage.

30-Jährige ist vorbestraft

Vor dem Geständnis hatten Gespräche der Prozessbeteiligten zu einer so genannten Verständigung geführt, die der Angeklagten für den Fall eines Geständnisses, das den Geschädigten eine Vernehmung vor Gericht erspart, eine Strafe von nicht mehr als vier Jahren Gefängnis zusichert. Zur Tatzeit war die 30-Jährige bereits vorbestraft und stand unter laufender Bewährung. Da sie schwanger ist, war sie von der Untersuchungshaft verschont worden. Ein Urteil soll am 21. Januar gesprochen werden.

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