Umwelttage

Duisburger Umwelttage mit neuem Namen und Programm

Nach „Urban Gardening“ im Vorjahr beleuchtet der Umweltmarkt diesmal „Wasser in der Stadt“.

Nach „Urban Gardening“ im Vorjahr beleuchtet der Umweltmarkt diesmal „Wasser in der Stadt“.

Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.   „Duisburg Nachhaltig“ informiert vom 7. bis 24. Juni über Klimawandel, nachhaltigen Lebensstil und Digitalisierung. Umweltmarkt auf Königstraße.

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In einer der letzten Sitzungen des Umweltausschusses hatte die Politik das Amt für Umwelt und Grün damit beauftragt, die Duisburger Umwelttage moderner zu gestalten. „Diesen Auftrag haben wir erfüllt“, erklärt Umweltdezernent Ralf Krumpholz. Daher findet die Veranstaltung nach 25 Jahren zum ersten Mal unter neuem Namen und mit überarbeitetem Programm statt. „Duisburg Nachhaltig“ soll auch in diesem Jahr wieder über Umweltthemen und Nachhaltigkeit informieren. Vom 7. bis 24. Juni laden rund 60 Organisatoren zu Veranstaltungen in der Stadt ein.

Die Umweltwochen haben zwar denselben Zeitrahmen wie zuvor, sollen sich aber nun gezielter vor allem an junge Generationen richten. „Es geht darum, ein Bewusstsein zu schaffen, junge Leute zum Hinterfragen anzuregen“, sagt Ribhi Yousef vom Amt für Umwelt und Grün, der die Veranstaltung organisiert. Thematisch lehnt sich „Duisburg Nachhaltig“ mit „Umbrüche“ an die Akzente an. „Schließlich steht unsere Gesellschaft vor gravierenden Umbrüchen – um auf den Klimawandel und Ressourcenknappheit zu reagieren, müssen wir umdenken“, mahnt Ralf Krumpholz. Wie soll das geschehen? Beleuchtet werden Themen der Mobilität, Konsum, Freizeit und Einkaufsverhalten. „Wenn wir den Klimawandel verhindern wollen, müssen wir alle unseren Lebensstil ändern“, so Ribhi Yousef.

In drei Themenschwerpunkten wird es verschiedene Vorträge, Veranstaltungen und Aktionen geben. Im ersten geht es um den Abschied vom fossilen Zeitalter, den Klimawandel und Klimaschutz sowie die Energiewende. Welche Rolle spielen E-Autos? Was bedeutet der Klimaschutzplan in NRW? Ein zweiter Ansatz ist die Suche nach einem nachhaltigen Lebensstil, da geht es um Ressourcen, unseren Konsum und Abfallvermeidung.

So bieten etwa die Duisburger Wirtschaftsbetriebe Mitmachaktionen und Führungen für Kindergarten- und Grundschulkinder an. Der dritte Schwerpunkt bezieht sich auf „das Voranschreiten der Digitalisierung unserer Gesellschaft“, sagt Ribhi Yousef. Was bedeutet der fortschreitende Wandel für unsere Umwelt? Kann es durch die Digitalisierung gelingen, den Klimawandel zu stoppen? Den Vorteil der digitalen Welt soll „Duisburg Nachhaltig“ schon nutzen. „Wir verzichten dieses Mal darauf, eine Broschüre zu drucken und beschränken uns auf 500 Postkarten, die mit einem QR-Code versehen sind“, sagt Yousef. Dieser führt direkt auf die Homepage der Stadt, auf der das Programm einsehbar ist. Dieses wird ab dem 5. Mai aufrufbar sein.

Die Auftaktveranstaltung unter dem Titel „Umbrüche – welche Zukunft hat unsere Umwelt?“ mit anschließender Expertendiskussion findet am 8. Juni um 14 Uhr in der Aula des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs statt. Höhepunkt der Umweltwochen wird dann am 24. Juni der Umweltmarkt mit Öko-Markt und Eine-Welt-Basar auf der Königstraße sein. 45 Aussteller zeigen hier an Infoständen ein buntes Programm. „Der Schwerpunkt wird dann auf dem Thema ‘Wasser in der Stadt’ liegen“, sagt Ribhi Yousef.

>>Neues Logo entworfen, Umweltpreis ausgesetzt

Für die überarbeitete Version der Umwelttage hat das Amt für Umwelt und Grün als Veranstalter auch ein neues Logo entwerfen lassen. Ein grüner Kreis aus vier Vierteln symbolisiert die Erde.

Der Umweltpreis, der sonst an Bürger-Projekte verliehen wurde, wird in diesem Jahr ausgesetzt, sagt Ralf Krumpholz. „Wir konnten ihn dieses Jahr nicht mehr auf die Schiene setzen.“ Erst 2018 soll der mit 3000 Euro dotierte Preis wieder vergeben werden.

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