Gericht

Duisburger Türke benutzte falschen polnischen Führerschein

Fast alle Strafverfahren vor dem Land- und Amtsgericht Duisburg sind öffentlich. Ausgenommen sind davon prinzipiell nur Verhandlungen gegen Jugendliche.

Fast alle Strafverfahren vor dem Land- und Amtsgericht Duisburg sind öffentlich. Ausgenommen sind davon prinzipiell nur Verhandlungen gegen Jugendliche.

Foto: Foto: Tom Thöne

Duisburg.  Das Amtsgericht Duisburg verurteilte einen Türken aus Meiderich, der einen falschen polnischen Führerschein vorlegte. Er muss 1050 Euro zahlen.

Weil ein Türke aus Meiderich das Straßenverkehrsamt mit einem gefälschten Personalausweis hereinlegen wollte, muss der 45-Jährige nun 1050 Euro Geldstrafe zahlen. Das entschied das Amtsgericht am König-Heinrich-Platz nach einer recht kurzen Verhandlung.

Der Angeklagte hatte seine Anwältin dazu gebracht, am 18. Mai 2018 eine Kopie des gefälschten Dokuments beim Duisburger Straßenverkehrsamt vorzulegen. In Wahrheit hatte er überhaupt keine Fahrerlaubnis. Als die Polizei das gefälschte Papier im November bei ihm zuhause sicher stellte, händigte er den Beamten auch noch ebenso falsche polnische Personalpapiere aus.

Angeklagter wehrte sich erfolglos gegen Strafbefehl

Gegen einen Strafbefehl wegen Urkundenfälschung, der ihn zur Zahlung von 1750 Euro (70 Tagessätze zu je 25 Euro) verurteilte, legte der 45-Jährige Einspruch ein. Doch vor dem Strafrichter scheiterte er. Seine Verteidigerin bedankte sich höflich dafür, dass nicht auch gegen sie ein Verfahren eröffnet worden war, zum Beispiel wegen Beihilfe.

Doch ihre Darstellung, der Angeklagte habe die falschen Papiere in gutem Glauben bei einem längeren Monteur-Aufenthalt in Polen erlangt, blockte das Gericht sofort ab.

Der Vorsitzende zitierte die Juristin zum Richtertisch und ließ sie die gefälschten Dokumente ansehen. „Die sind so grottenschlecht gemacht, dass das eigentlich jeder sofort erkennen kann“, meinte er und verzog dabei keine Miene. „Ich rate dringend zu einer Rücknahme des Einspruchs.“

Der Angeklagte beschränkte sich nach kurzer Beratung mit seiner Anwältin darauf, die Höhe der Geldstrafe anzufechten. Angesichts einer verschlechterten Einkommenssituation des 45-Jährigen senkte der Strafrichter die Tagessatzhöhe auf 15 Euro.

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