Container-Umschlag

Duisburger Terminal modernisiert für wachsenden Verkehr

Das DeCeTe-Terminal in Ruhrort ist die älteste Containerumschlagsanlage im Duisburger Hafen, aber jetzt umfassend modernisiert worden für das wachsende Geschäft mit den großen Kisten, die den Welthandel bestimmen.

Foto: Daniel Elke

Das DeCeTe-Terminal in Ruhrort ist die älteste Containerumschlagsanlage im Duisburger Hafen, aber jetzt umfassend modernisiert worden für das wachsende Geschäft mit den großen Kisten, die den Welthandel bestimmen.

Duisburg.   DeCeTe hat das Container-Terminal in Ruhrort modernisiert und ausgebaut. Unter anderem für den Zugverkehr nach China.

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Mehr als vier Millionen Standardcontainer sind im vergangenen Jahr im Duisburger Hafen umgeschlagen worden, eine Steigerung um rund zwölf Prozent gegenüber 2016. Der Containerumschlag macht inzwischen über die Hälfte des Gesamtgüterumschlages aus, und daran hat das Terminal von DeCeTe länger Anteil als alle anderen. 1984 ging es in Ruhrort in Betrieb, jetzt wurde es umfassend modernisiert.

Die Arbeiten in den vergangenen Monaten umfassten die Modernisierung der Kräne, die Erneuerung der Kranbahn und den Austausch der Kranräder, die Erweiterung des bestehenden Gleises, den Bau eines zweiten Gleises und das Versetzen und Verbreitern der Ausfahrt.

„Die Modernisierung der Kräne, einschließlich der Erneuerung der Kranbahn und des Austausches von Kranrädern, bedeutet, dass derzeit 40 Binnenschiffe, die DeCeTe jede Woche anlaufen, schneller be- und entladen werden können“, erläutert das Unternehmen die Arbeiten.

Das Versetzen und Verbreitern des Ausgangstors auf zwei Fahrspuren soll für einen „reibungslosen Ablauf“ bei den auf der Straße transportierten Containern sorgen. Immerhin steuern jährlich nach DeCeTe-Angaben mehr als 200 000 Lkws das Terminalgelände zwischen Vinckekanal und Südhafen an.

Gerüstet für wachsende Nachfrage aus China

Durch den Ausbau des bestehenden Bahngleises und den Bau eines weiteren Gleises verfügt das Terminal von DeCeTe jetzt über zwei Gleise mit einer Länge von jeweils 675 Metern. Damit ist man aus Sicht des Terminalbetreibers in der Lage, nicht nur den wachsenden Containerfluss von und nach den großen Seehäfen Rotterdam und Antwerpen zu bewältigen, sondern auch die wachsende Nachfrage aus China. Über das nahe DUSS-Terminal erreicht DeCeTe nach eigenen Angaben per Bahn zudem mehr als 70 Ziele in ganz Europa.

Der Duisburger Hafen verfügt derzeit über acht Container-Terminals auf beiden Seiten des Rheins, und auf dem Gelände der früheren Papierfabrik in Walsum soll ein weiteres entstehen. Wie wichtig leistungsfähige Terminals sind, hat unter anderen die Ansiedlung des Schenker-Logistikzentrums für Daimler-Benz gezeigt, das derzeit auf der Mercatorinsel vor Ruhrort entsteht.

Für Duisburg habe seinerzeit bei der Standortauswahl gesprochen, dass hier Güter über Schiff, Bahn und Lkw transportiert werden können und die unmittelbare Nähe des Logistikzentrums zum Ruhrorter Container-Terminal von DeCeTe, das über Hafenstraßen zu erreichen ist, erklärte Dr. Jörg Homering von Mercedes-Benz Vans bei der Vorstellung des Vorhabens.

>>> Umschlag begann in den 1980er Jahren

Das erste Container-Terminal im Duisburger Hafen, DeCeTe in Ruhrort, ging 1984 in Betrieb, 1987 folgte das „Rhein-Ruhr-Terminal” am Parallelhafen in Neuenkamp.

1992 kam dann der Bahnhof für den Kombinierten Verkehr in Ruhrort hinzu, unweit vom DeCeTe-Terminal gelegen.

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