Dreck weg-Aktion

Duisburger Taucher holen jede Menge Müll aus Alter Emscher

Bei der Aktion „Dreck weg“ säuberten die Taucher Marcel Wischermann und Michael Lohkamp die Alte Emscher im Landschaftspark Nord.

Bei der Aktion „Dreck weg“ säuberten die Taucher Marcel Wischermann und Michael Lohkamp die Alte Emscher im Landschaftspark Nord.

Foto: Jörg Schimmel

Duisburg.   Zweimal im Jahr säubern Duisburger Taucher die Alte Emscher vom Müll, der gefährlich werden kann. Etwa für Schildkröten.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Erneut haben Taucher des Vereins „Taucher im Nordpark Duisburg“ die Alte Emscher und die Rundklärbecken im Landschaftspark Nord von Müll befreit. Sie haben aber weniger Abfall als bei vergangenen Reinigungen gefunden.

Ein fauliger Geruch liegt in der Luft an der Alten Emscher. „Das sind Faulgase, die durch das Aufwirbeln des Bodens entstehen“, weiß Michael Drecker, Vorsitzender des Vereins Taucher im Nordpark Duisburg (TiND). Einer, der den Boden aufwirbelt, ist Michael Lohkamp. Der Taucher sucht am Grund des Gewässers nach Müll. Einige Flaschen und Plastik hat er schon gefunden. So eben bringt er jedoch einen City-Roller an die Wasseroberfläche. „Auch solche Dinge werfen die Menschen ins Wasser“, sagt Drecker entsetzt.

Mit Druckluftflasche und Atemregler

Zwei Mal im Jahr treffen sich die Ehrenamtler zur großen Reinigungsaktion. Mit ihrer ganzen Ausrüstung, zu der nicht nur der Neopren-Anzug für die Kälteisolierung gehört, sondern auch die wichtige Druckluftflasche, der Druckminderer und ein Atemregler, gehen die Taucher der Alten Emscher auf den Grund. „Die Sicht ist für die Taucher heute ziemlich gut. Sie können einiges finden, ohne viel tasten zu müssen“, erklärt Drecker.

Vor allem an den Plattformen, die zum Gewässer führen, ist viel Müll, wie etwa Grillschalen zu finden. Mülltonnen sind in der Umgebung eigentlich vorhanden. „Viele Menschen nutzen das Gewässer als Mülltonne und denken nicht darüber nach, was mit ihrem Abfall passiert, sobald es im Wasser ist“, sagt der Vorsitzende und schüttelt den Kopf.

Gullydeckel bleibt verschwunden

Erstmals bei der Reinigung dabei ist Marcel Wischermann. Der 31-Jährige hat neben alten Kleidungsstücken und dem typischen Abfall, auch einen Gullydeckel entdeckt. „Den haben wir aber leider durch das Aufwirbeln des Bodens nicht mehr gefunden“, sagt er und freut sich trotzdem darüber, einige Lebewesen im Gewässer entdeckt zu haben. Schildkröten haben die Taucher in den vergangenen Jahren auch schon gesehen. Für die Tiere ist der Müll bekannterweise sehr gefährlich bis tödlich. „Schildkröten verwechseln das Plastik mit Quallen“, betont Drecker.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben