Trinkwasserversorgung

Duisburger Stadtwerke machen Wasserwerke krisensicherer

Das Wasserwerk Bockum der Duisburger Stadtwerke liegt im Düsseldorfer Norden.

Das Wasserwerk Bockum der Duisburger Stadtwerke liegt im Düsseldorfer Norden.

Foto: stephan Eickershoff / WAZ FotoPool

Duisburg.  Die Duisburger Stadtwerke bauen die Notstromversorgung für Trinkwasserpumpen aus. Ein Grund ist die Energiewende.

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Die Stadtwerke rechnen mit häufigeren Stromausfällen und machen ihre Wasserversorgung krisensicherer. So wird im Wasserwerk Bockum im Norden Düsseldorfs noch in diesem Jahr ein größerer Treibstofftank gebaut, damit das Notstromaggregat mindestens 72 Stunden laufen kann.

„Dem wahrscheinlicher gewordenen Fall von lang andauernden Stromausfällen mit nachfolgendem Ausfall der Trinkwasserversorgung soll durch Erweiterung der vorhandenen Ersatzstromkapazität zeitnah begegnet werden“, heißt es im städtischen Wasserversorgungskonzept, das maßgeblich von den Stadtwerken erarbeitet und jetzt der Kommunalpolitik vorgelegt wurde.

Versorgung des Duisburger Südens

Lang anhaltende Stromausfälle würden auch die Pumpen treffen, die auf Düsseldorfer Boden das Wasser aus der Tiefe fördern, das zur Versorgung des Duisburger Südens gebraucht wird. Die Stadtteile nördlich der Ruhr erhalten ihr Trinkwasser aus dem Halterner See.

Bei den Überlegungen zu möglichen Stromausfällen schwangen Erfahrungen mit wie etwa vom Zusammenbruch der Versorgung durch vereiste Stromleitungen im Münsterland im Jahr 2005. Aber auch der Ausbau von Wind- und Sonnenenergie macht den Verantwortlichen Sorgen, weil das Energieangebot schwanken könnte. Schon jetzt, so gibt Stadtwerke-Sprecher Thomas Kehler aktuelle Erfahrungen von Netzbetreibern wieder, gerate das Versorgungssystem öfter an den Rand seiner Leistungsfähigkeit.

Bau im Trinkwasserschutzgebiet

Mit einem Notstromaggregat ist das Wasserwerk Bockum bereits jetzt ausgestattet, aber der Öltank fasst bislang nur 3000 Liter. Damit künftig die Wasserpumpen die geforderten drei Tage im Notfallmodus laufen können, wird die Tankkapazität auf 13.000 Liter ausgebaut. Natürlich inklusive Schutzeinrichtungen gegen Austreten von Öl. Schließlich baut man mitten im Trinkwasserschutzgebiet.

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