Schwimmen

Duisburger Schwimmstreit: DST wehrt sich gegen Vorwürfe

Blick über das 50-Meter-Becken im Schwimmstadion: Dort trainiert die Startgemeinschaft Duisburger Schwimmteam (DST).

Blick über das 50-Meter-Becken im Schwimmstadion: Dort trainiert die Startgemeinschaft Duisburger Schwimmteam (DST).

Foto: Tanja Pickartz / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Das Trainingsverbot für sechs junge Mädchen im Schwimmstadion erhitzt auch nach einem Jahr die Gemüter. Das sagt das DST zu den Vorwürfen.

Seit einem Jahr können sechs junge Talente des Vereins Freie Schwimmer Duisburg (FSD) nicht mehr im Schwimmstadion Duisburg-Wedau trainieren. Nach ihrer Trainerin hatten auch die Mädchen die aus Mitgliedern mehrerer Vereine bestehende Startgemeinschaft Duisburger Schwimmteam (DST) im Streit verlassen. Mittlerweile weichen sie auf Bäder in Düsseldorf und Ratingen aus. Nicht nur die Mädchen, auch ihre Eltern sind sauer. Die Fronten scheinen verhärtet. Wie die Redaktion aus dem DST-Leitungsgremium erfahren hat, sei der Gesprächsfaden gegenüber den Freien Schwimmern zumindest wieder aufgenommen worden.

Klar sei aber, dass im Schwimmstadion nur Leistungssport betrieben werde – durch die Wasserballer des ASC und eben durch das Duisburger Schwimmteam. Dementsprechend dürften nur DST-Mitglieder oder solche, die es werden wollen, dort trainieren. Dies sei klar geregelt und dabei würden nach Angaben des DST entgegen der Behauptungen von Eltern betroffener Kinder auch für andere Vereine keine Ausnahmen gemacht.

Diskussion über Protokoll nach Sitzung des Duisburger Schwimmteams

Das Trainingsverbot für die sechs Mädchen sei deshalb in einer Sitzung des DST mit Vertretern aller angeschlossenen Vereine vor über einem Jahr einstimmig beschlossen worden. Diese Entscheidung sei auch vom Vorstand der Freien Schwimmer mitgetragen worden. FSD-Vorsitzender Hanspeter Sturm kann dies auf Nachfrage der Redaktion nicht bestätigen. Er habe dazu bis heute auch kein Schriftstück gesehen. „Dabei werden doch extra Protokolle bei solchen Sitzungen geschrieben“, so Sturm.

Wie aus dem DST-Leitungsgremium zu erfahren war, werden solche Entscheidungen demnach bewusst nicht schriftlich festgehalten. Das gelte etwa auch für Diskussionen über nachlassende Leistungen von Sportlern – „aus Rücksicht auf die Betroffenen“.

Die Eltern hatten dem DST zudem vorgehalten, den sechs FSD-Talenten bewusst mögliche Trainingszeiten im Schwimmstadion zu verweigern, obwohl es tagtäglich freie Bahnen gebe. Auch gegen diesen Vorwurf wehrt sich das Leitungsgremium. Sollte das DST, heißt es, künftig andere Beobachtungen machen, müssten die frei werdenden Trainingszeiten konsequenterweise anderen Leistungssportlern wie den Wasserballern zugesprochen werden.

Thema soll auf die Tagesordnung einer Sitzung am 24. März

Ob angesichts der verhärteten Fronten noch ein Ausweg, eine Lösung zum Wohle der sechs jungen Mädchen gefunden werden kann, ist fraglich. Hoffnung setzen die Freien Schwimmer auf die nächste DST-Sitzung mit mehreren Vereinsvertretern am 24. März. Dann soll das Thema auf die Tagesordnung.

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