Klavierfest

Duisburger Schüler tanzen beim Klavierfestival Ruhr

Gisbert Rühl, Klöckner-Vorstandschef (hi. li.) und Intendant Franz Xaver Ohnesorg (hi. r.) besuchten das „Education-Projekt“ an der Grillo-Schule.

Gisbert Rühl, Klöckner-Vorstandschef (hi. li.) und Intendant Franz Xaver Ohnesorg (hi. r.) besuchten das „Education-Projekt“ an der Grillo-Schule.

Foto: Lars Fröhlich

Duisburg.   Kids aus Marxloh und Buchholz treten zwei Mal auf. Auch mit Musik wollen sie begeistern. Viele sind nicht zum ersten Mal dabei.

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Mit viel Körperspannung stehen die Jungen und Mädchen da. Grimmige Gesichter, fester Blick. Dann flüstern sie dämonisch: „Der Zauber kommt zu mir“, zischt es im Chor durch die Aula der Marxloher Herbert-Grillo-Gesamtschule. Dann bewegen sich die Kids langsam, Musik ertönt, Pianist Fabian Müller haut in die Tasten. Die Schüler tanzen ausgelassen. Es ist die Probe ihres Musik- und Tanzstücks zu Strawinskys „Feuervogel“, das sie am Freitag, 23. Juni, beim Klavier-Festival Ruhr als „Education-Projekt“ im Landschaftspark aufführen.

Unter den wenigen auserwählten Zuschauern, die die Probe miterleben dürfen, ist Gisbert Rühl, Vorstandsvorsitzender der Klöckner & Co, die das Projekt gemeinsam mit der Mercator-Stiftung unterstützt. Er und seine Mitarbeiter wippen kräftig mit, als die Jungen und Mädchen immer mehr Fahrt aufnehmen und zu immer lauter und schneller werdenden Klavierklängen durch die Aula wirbeln.

Projekt läuft seit neun Jahren

Neben den Steppkes der Grillo-Gesamtschule werden auch Schüler des Elly-Heuss-Knapp-Gymnasiums und den Grundschulen an der Sandstraße und Henriettenstraße sowie der Buchholzer Waldschule dabei sein. Seit neun Jahren läuft das Projekt. „Musik, Bewegung und Sprache werden geschult“, erläutert Mitorganisator Tobias Bleek. Intendant Franz Xaver Ohnesorg sagt: „Oft sind Kinder mit dabei, die Sprachprobleme haben. Gerade für sie sind solche Projekte enorm wichtig.“

Für viele ist das Tanzen nicht neu, sie sind seit einigen Jahren dabei, wie Bleek betont: „Einige der Schüler werden schon lange begleitet, sind schon oft aufgetreten. Wir haben ganz bewusst Grundschulen und weiterführende Schulen dabei, so dass Kinder über mehrere Jahre immer wieder an dem Projekt teilhaben können“, sagt er.

Das Programm dauert 90 Minuten

Samsam (10) ist eine der Schüler, die schon seit langer Zeit tanzen und musizieren. „Ich habe schon in der Grundschule mitgemacht, bin mittlerweile schon vier mal bei dem Klavierfest aufgetreten“, berichtet sie stolz. Aufgeregt ist sie trotzdem: „Es kann immer sein, dass man Tanzschritte vergisst, aber wenn das passiert, steige ich später wieder mit ein und lasse mir nichts anmerken“.

Neben dem Auftritt am 23. Juni (17.30 Uhr) sind die Kinder auch am 10. Juli, 17 Uhr, in der Gebläsehalle im Landschaftspark zu sehen, das Programm dauert etwa 90 Minuten.

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