Prozess

Duisburger Schüler soll für Terrormiliz gearbeitet haben

Vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht wird der 19-jährige Duisburger angeklagt.

Foto: Roland Weihrauch

Vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht wird der 19-jährige Duisburger angeklagt. Foto: Roland Weihrauch

Duisburg.   EIn 19-jähriger Duisburger Gymnasiast steht ab Mittwoch in Düsseldorf vor Gericht. Ihm wird vorgeworfen, für den IS Texte übersetzt zu haben.

Er wohnte noch bei seinen Eltern und soll von Duisburg aus heimlich als Übersetzer für den Islamischen Staat gearbeitet haben: Als mutmaßlicher Übersetzer der Terrormiliz IS muss sich von kommendem Mittwoch an ein 19-jähriger Duisburger in Düsseldorf vor dem Oberlandesgericht verantworten.

Die Bundesanwaltschaft wirft dem Gymnasiasten Unterstützung des IS vor. Der junge Mann war am 14. Juli vergangenen Jahres im Alter von 18 Jahren festgenommen worden. Seither sitzt er in Untersuchungshaft. Das Gericht hat zunächst acht Verhandlungstage angesetzt.

Schüler soll Texte übersetzt haben

Der Angeklagte soll über einen Messengerdienst mit dem aus Österreich stammenden IS-Terroristen Mohamed Mahmoud in Kontakt gestanden haben. Für die Propagandaarbeit des IS soll er Texte ins Deutsche und Englische übersetzt und auf Fehler kontrolliert haben. Die Texte seien zumindest teilweise im Internet im IS-Propagandamagazin „Dabiq“ veröffentlicht worden.

Der Bundesgerichtshof hat dem Angeklagten eine radikal-islamische Einstellung attestiert. So habe er den Anführer der IS-Miliz, Abu Bakr al-Bagdadi, als „mein Kalif“ bezeichnet. Außerdem habe der Gymnasiast versucht, über die Türkei nach Syrien zu gelangen. (dpa)

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