Orgelkonzert

Duisburger Philharmoniker zaubern Weihnachtsstimmung herbei

Die Duisburger Philharmoniker beim ersten Toccata-Konzert.  

Die Duisburger Philharmoniker beim ersten Toccata-Konzert.  

Foto: André Symann

Duisburg.  Mit Orgelklang und vier Posaunen haben die Duisburger Philharmoniker im ersten Toccata-Konzert Weihnachtsstimmung heraufbeschworen.

Orgelklang und vier Posaunen: Damit lässt sich auch ohne großes Orchester und voluminöse Chöre eine ebenso festliche wie andächtige Weihnachtsstimmung zaubern. Zumindest, wenn Profis wie der Organist Marcus Strümpe und das Posaunenquartett der Duisburger Philharmoniker am Werk sind.

Angesichts des bewusst populär gefärbten und weihnachtsbezogenen Programms fiel der Besuch des ersten Toccata-Konzerts in der Mercatorhalle noch eine gute Dosis besser aus als in den ohnehin stark frequentierten Konzerten der äußerst erfolgreichen Konzertreihe. Wer ein wenig Entspannung im anbrechenden Weihnachtstrubel finden wollte, wurde eine Stunde lang auf bestem Niveau bedient.

Duisburger Philharmoniker: Auftakt mit barockem Original

Originalwerke für die Besetzung sind zwar selten, dennoch fand man für den Auftakt mit Daniel Speer ein barockes Original, das den sonoren Klangidealen der Posaunen ideal entgegenkam. Festliche barocke Töne von Giovanni Gabrieli bis Händel mit seinem Krönungs-Chor „Zadok the Priest“ wurden durch Werke von der Romantik bis zur moderaten Moderne ergänzt. Wobei sich als „neuestes“ Werk Franz Biebls stimmungsvolles „Ave Maria“ aus dem Jahre 1964 nahtlos in die wohltönende Werkfolge einfügte. Dazu gehörte auch der Engelschor aus Mendelssohns „Elias“ und als Schlusspunkt die Traumsequenz aus Humperdincks Oper „Hänsel und Gretel“, die zur Weihnachtszeit gehört wie Lebkuchen und Marzipan.

Anspruchsvolles Orgel-Solo von Marcus Strümpe

Als anspruchsvolles Orgel-Solo steuerte Marcus Strümpe eine hochwertige Interpretation von Dietrich Buxtehudes Magnificat BuxWV 203 bei. Insgesamt verstanden sich die fünf Musiker prächtig. Posaunist Rocco Rescigno führte launig, mitunter etwas abschweifend, durch das rundum gelungene Programm. Viel Applaus für ihn und seine Kollegen Norbert Weschta, Gerald Klaunzer und Lars Henning Kraft nebst Marcus Strümpe, die sich als Zugabe mit einer Wiederholung des Mendelssohn-Beitrags bedankten. Am 1. Februar wird die Toccata-Reihe mit einem Gastauftritt der jungen südkoreanischen Organistin Sul Bi Yi fortgesetzt, und zwar mit Werken von Liszt, Wagner, Bach, Dvořák und Astor Piazzolla. Bunter geht es kaum.

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