Kultur

Duisburger Musiker auf den Spuren von Hannes Wader

Sascha Agocs – hier bei einem Benefizkonzert in der Hochfelder Pauluskirche vor einigen Jahren.

Sascha Agocs – hier bei einem Benefizkonzert in der Hochfelder Pauluskirche vor einigen Jahren.

Foto: Alexandra Umbach / fotoagentur-ruhr

Duisburg.  Sascha Agocs hat mit „Höhere Gewalt“ eine CD mit deutschen Lieder-Texten aufgenommen und dabei auf elektronische Hilfsmittel gerne verzichtet.

Hoffentlich hat es seine Gitarre überlebt. Denn ihr Eigentümer steht auf dem sehr authentischen Titelbild seiner aktuellen CD im Wasser eines Sees und hält sein Instrument mit verzweifeltem Gesicht über den Kopf. „Höhere Gewalt“ hat der Duisburger Liedermacher und Gitarrist Sascha Agocs seinen unlängst veröffentlichten Silberling genannt, auf dem er wie schon einst Neil Young oder Bob Dylan zur Mundharmonika griff.

Für die musikalische Unterstützung sorgten einige Freunde, die dann Cello oder Bass spielten, und die man gerne genannt hätte, wenn denn die gedruckte Handschrift auf dem Cover etwas leserlich wäre. Leider sind dann auch noch die deutschen Texte seiner elf selbst komponierten Songs auch nur mit Mühe zu entziffern.

Geschichten aus dem Leben und dem Alltag

In Liedern wie „Glücklich das Land, das keine Helden braucht“ oder „Der nette Nazi von nebenan“ erzählt Sascha Agocs Geschichten aus seinem Leben und aus seinem Alltag. In „Zur Sache Schätzchen“ heißt es: „Seh‘ im Traum ein Paar, das durch Nizza rennt, du Grace Kelly, ich Cary Grant“ und in „Wenn ich Dich seh’“ beginnt der Text mit „Wie das erste Bier um die Mittagszeit, dem Tag gleich ‚ne ganz andere Richtung verleiht“. Wie wahr, wie wahr.

Sascha Agocs, der ordentlich Gitarre spielt und dazu singt wie einst die alten Song-Schreiber und Folk-Haudegen, befindet sich mit seinem Werk in der Tradition der versammelten Liedermacher und würde auch gerne mal mit Hannes Wader in der Mittagszeit ein Bier trinken. Denn dessen Einfluss ist nicht zu überhören. Auch die alten lustigen 70er-Jahre-Krautrocker und bärtigen Hippies Witthüser & Westrupp könnten die Großväter dieses Enkels sein, der auf störende Computer-Beats gottseidank verzichtet hat und stattdessen schöne einfache Musik und Texte fürs Lagerfeuer und für die Kneipe aufgenommen hat.

Kontakt: saschaagocs@gmx.de. Oder unter www.agocs.de.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben