Wettbewerb

Duisburger Grafik-Schüler entwerfen Vereinslogo

Marion Kamps von LAG HEP (l.) mit Gewinner John Beckers und Lehrerin Elisabeth Bak. Im Hintergrund das neue Logo.

Foto: Christoph Wojtyczka

Marion Kamps von LAG HEP (l.) mit Gewinner John Beckers und Lehrerin Elisabeth Bak. Im Hintergrund das neue Logo. Foto: Christoph Wojtyczka

Neudorf.   Gleich im ersten Lehrjahr haben Grafik-Azubis für die Landesarbeitsgemeinschaft Heilerziehungspflege und Sozialassistenz gearbeitet.

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Erfolgreicher Sprung ins kalte Wasser: Gleich zu Beginn ihrer Ausbildung zum Grafisch-Technischen-Assistenten hatten 22 Schüler des Friedrich-Albert-Lange-Berufskollegs die Chance, ein Logo für die Landesarbeitsgemeinschaft Heilerziehungspflege und Sozialassistenz (LAG HEP) zu entwerfen. Ohne LAG HEP zu kennen und ohne zuvor mit den entsprechenden Grafikprogrammen gearbeitet zu haben nahmen sie die Herausforderung an – und überzeugten. Der Entwurf von John Becker (26) ist ab sofort das offizielle Logo des Zusammenschlusses von derzeit 57 Berufskollegs.

Schulleiter Egbert Meiritz ist stolz auf die Schüler. Er betont, wie stark ihre Leistung einzuordnen ist, wenn man bedenkt, dass sie erst im ersten Lehrjahr sind: „Einen Realauftrag zu Beginn der Ausbildung zu bekommen, ist herausfordernd. Dass dann dabei so überzeugende Vorschläge entstehen, ist etwas Besonderes“, lobt er.

Modern und überzeugend

Marion Kamps, 2. Vorsitzende der LAG HEP in NRW, sagt, dass man dringend ein neues Logo brauchte. „Das alte Logo war genau das: alt. Es hatte einfach den Charme der Neunziger“, sagt sie schmunzelnd. Die Vorschläge der Schüler seien jedoch modern und überzeugend gewesen. „Uns ist die Entscheidung nicht leicht gefallen“, sagt sie. Letztendlich begeisterte John Beckers Entwurf allerdings die Mehrheit der insgesamt 57 Berufskollegs. „Es drückt aus, wofür wir stehen“, findet Kamps. „Das Logo drückt Menschlichkeit und unsere verschiedenen Bereiche aus mit seinen ineinander geschobenen menschlichen Figuren“, sagt sie.

Beckers zeigte sich sichtlich gerührt von dem vielen Lob. Gezeichnet hat der 26-Jährige schon immer gerne, daher ist diese Ausbildung sein Wunsch gewesen. „Ich wollte mit dem Logo den Zusammenhalt und auch die soziale Komponente der Landesarbeitsgemeinschaft hervorheben“, erklärt er.

Zwei weitere Arbeiten des FALBK prämiert

Allerdings musste er dafür erst einmal recherchieren – ebenso wie seine Klassenkameraden. „Die Schüler wurden gleich doppelt ins kalte Wasser geworfen“, sagt Klassenlehrerin und Projektbegleiterin Elisabeth Bak. „Sie mussten zunächst herausfinden, wofür die LAG HEP steht, ganz so wie später bei einem Auftrag im Berufsleben auch“, erklärt sie. Außerdem sei keiner der Schüler mit der Technik vertraut gewesen. „Sie befinden sich erst am Anfang ihrer Ausbildung hier am Berufskolleg und haben daher noch nicht viel mit den Grafikprogrammen gearbeitet. Sie haben vieles erst jetzt bei der Arbeit an ihrem Logo-Design kennengelernt“, erklärt Bak.

Neben Beckers überzeugten auch noch andere Schüler. So wurden auch Arbeiten von Fabienne Sturz und Melisa Gavgali prämiert. Sie alle erhielten spezielle Stifte für ihre Arbeit.

Zehn Wochen Zeit für ein neues Logo

Für die Gestaltung des Logos hatten die Schüler etwa zehn Wochen Zeit. In dieser Zeit setzten sie sich mit der Arbeit der LAG HEP auseinander und entwickelten eigenständig Designs.

Als Orientierung diente auch das alte Logo. Thomas Becker übernahm etwa die Gelbtöne des Logos und baute sie auch in seinen Entwurf ein.

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