Forschung

Duisburger Forscher suchen Probanden für Bewegungsapp

Das Panalytics-Team um Dr. Katrin Paldán (re.) von der Uni Duisburg-Essen hat eine Gesundheitsapp entwickelt die ihre Benutzer zu mehr Bewegung an der frischen Luft animieren soll.

Das Panalytics-Team um Dr. Katrin Paldán (re.) von der Uni Duisburg-Essen hat eine Gesundheitsapp entwickelt die ihre Benutzer zu mehr Bewegung an der frischen Luft animieren soll.

Foto: Lars Fröhlich

Duisburg.   Das Panalytics-Team sucht Duisburger, die für drei Monate ihre Aktivitäten mit dem Smartphone registrieren. Es gibt Preise und ein wenig Geld.

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Der innere Schweinehund ist der größte Feind, wenn’s für Stubenhocker darum geht, sich zu Bewegung oder Sport aufzuraffen. Kann eine Smartphone-App helfen, Menschen zu motivieren? Wie muss eine solche App beschaffen sein, damit „Couchpotatoes“ in Schwung kommen? Diese Fragen untersucht im Projekt „Panalytics“ eine interdisziplinäre Forschergruppe der Universität Duisburg-Essen.

Mit einer großen Feldstudie geht das Team, in dem Gesundheits- und Kognitionswissenschaftler, Ingen­ieure und ein Philosoph mitarbeiten, nun ins letzte von vorerst vier Projektjahren. „Dazu wollen wir 300 Menschen gewinnen, die drei Monate lang unsere App nutzen und die Daten für die wissenschaftliche Auswertung zur Verfügung stellen“, erklärt Gesundheitswissenschaftlerin Katrin Paldán.

Geringer Aufwand für die Probanden und die Chance auf Gewinne

Als Lohn für die Mühe bekommt jeder Studienteilnehmer eine Entschädigung in Höhe von 30 Euro, eine Auswertung seiner Daten und nimmt an einer Verlosung teil. Nur soviel verrät Katrin Paldán: „Die Hauptgewinne sind attraktiv.“

„Der Aufwand ist gering, zehn Minuten am Tag reichen aus“, sagt Aysegül Dogangün. Die Ingenieurin, vormals beim Fraunhofer-Institut, hat parallel zu ihrer Panalytics-Arbeit soeben eine Professur an der Hochschule Ruhr-West angetreten, wo sie zu menschenzentrierter Technik forschen wird. „Wir wollen mit der Studie herausfinden, welche die entscheidenden Faktoren sind, um Menschen zu motivieren“, erklärt sie. Der Testzeitraum von Oktober bis Januar sei dafür besonders geeignet, hofft das Team: In der dunklen Jahreszeit fällt es vielen besonders schwer, sich für Bewegung zu begeistern.

Realistische Bewegungsziele stecken

Wichtig ist es, dem Nutzer einer Smartphone-App ein auf seine Bedürfnisse und Leistungsfähigkeit zugeschnittenes Ziel zu stecken, das haben die Wissenschaftler herausgefunden. „Es muss realistisch, zugleich aber auch herausfordernd sein“, erläutert Katrin Paldán, „der Zielwert darf weder zu hoch, noch zu niedrig sein.“

Dabei helfen die Angaben, die von den Studienteilnehmern zu Beginn gemacht werden ebenso, wie das Tracking, die Aufzeichnung ihrer Aktivitäten in den drei Monaten. Das Team setzt auf Kommunikation und Austausch mit den Studienteilnehmern. Die kommentieren, wie und warum sie ihr Ziel erreichen oder verfehlen. Katrin Paldán: „Wir wollen für jeden ein perfektes Ziel berechnen.“

>>>> Registrierung, Info und Voraussetzungen

Als Testteilnehmer sind 50- bis 70-Jährige gern gesehen, mitmachen können alle ab 18 Jahren. Sie müssen ein Android-Smartphone nutzen, GPS aktivieren und Google-Fit installieren.

Registrierung und Info unter: www.uni-due.de/panalytics. Telefonische Info: 0203/379- 2682 und 379-3336

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