Brandserie

Duisburger Brandserie: Belohnung für Hinweise ausgesetzt

Insgesamt 15 Autos wurden bei den Feuern in Duisburg beschädigt.

Insgesamt 15 Autos wurden bei den Feuern in Duisburg beschädigt.

Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Eine Brandserie bei Autos hält seit Dezember die Polizei in Duisburg in Atem. Die Staatsanwaltschaft hat eine Belohnung für Hinweise ausgesetzt.

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Eine Brandserie bei Autos beschäftigt seit Anfang Dezember die Menschen im Duisburger Norden. In sieben Fälle haben Unbekannte in der Goerdelersiedlung im Bezirk Walsum Wagen in Brand gesetzt. Die Feuer beschädigten 15 Autos zum Teil massiv. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft eine Belohnung von 2000 Euro für sachdienliche Hinweise ausgelobt.

Der oder die Täter haben nach Erkenntnissen der Polizei anscheinend wahllos Klein- und Mittelklasseautos angesteckt. Der Gesamtschaden liegt deutlich über 100.000 Euro. Die Taten fanden immer in der Nacht statt. Teilweise wurden die Anwohner durch laute Knallgeräusche geweckt und sahen dann die Flammen.

Brandserie in Duisburg: „Jeder Hinweis kann entscheidend sein“

Seit über einem Monat arbeitet die Ermittlungskommission 28 bereits an der Brandserie – einen Verantwortlichen konnte sie noch nicht finden. „Jeder Hinweis kann entscheidend sein“, heißt es in dem neuen Zeugenaufruf. Angaben nehmen die Ermittler unter 0203 280 0 entgegen.

Autobrände in Duisburg-Walsum – die Tatorte

Die Autos hatte(n) der oder die Täter allesamt im Stadtbezirk Walsum nahe der Autobahn 59 zwischen Mitternacht und 5 Uhr morgens angezündet:

• am Freitag, 3. Januar, auf der Goerdelerstraße,

• am Montag, 30. Dezember, um etwa 3.30 Uhr einen schwarzen Ford Fiesta auf der Douvermannstraße (Aldenrade). Die dort neben dem brennenden Auto geparkten Wagen wurden ebenfalls beschädigt. Geschätzter Schaden: etwa 17.500 Euro.

• in der Nacht von Freitag auf Samstag, 28. Dezember, gegen 0.45 Uhr einen BMW auf der Kirchstraße in Alt-Walsum.

• Heiligabend verursachte der Brandstifter etwa 50.000 Euro Sachschaden auf der Goerdelerstraße in Vierlinden. Ein Anwohner hatte am 24. Dezember um 4.50 Uhr ein lautes Knallgeräusch gehört. Das angezündete Auto und zwei weitere Fahrzeuge wurden beschädigt.

• Ein Feuer im Radkasten eines Volkswagens entzündete der Täter am Montag, 23. Dezember, gegen 1 Uhr auf der Canarisstraße in Vierlinden.

• Am Tag zuvor, am Sonntag, 22. Dezember, war er gegen 4 Uhr auf der Goerdelerstraße bei einem Mercedes ähnlich vorgegangen. Zwei weitere Autos wurden durch das Feuer beschädigt.

• Als mutmaßlichen Auftakt der Serie werten die Ermittler eine Brandstiftung vom 4. Dezember: Um kurz vor Mitternacht hatte der Täter an einem Wagen auf der Fasanenstraße in Aldenrade Feuer gelegt. Durch das Feuer waren ebenfalls zwei weitere Autos beschädigt worden, so Bersin.

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