Ökoprofit

Duisburger Betriebe mindern Kosten und schonen die Umwelt

Vertreter der Unternehmen und Institutionen bei der Auszeichnungsveranstaltung im Rathaus.

Vertreter der Unternehmen und Institutionen bei der Auszeichnungsveranstaltung im Rathaus.

Foto: Zoltan Leskovar

Duisburg.   Zehn Duisburger Unternehmen und Institutionen wurden ausgezeichnet für ihre erfolgreiche Teilnahme am Projekt „Ökoprofit“.

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Dass ökologisches Verhalten nicht nur der Umwelt nutzt, sondern auch wirtschaftlich ist, wurde bei der „Ökoprofit“-Auszeichnungsveranstaltung im Duisburger Rathaus mehr als deutlich. Zehn Unternehmen und Institutionen hatten sich an dem aktuellen Projekt beteiligt. Am Donnerstag wurden sie für ihr Engagement ausgezeichnet.

Oberbürgermeister Sören Link begrüßte nicht nur die beteiligten Unternehmen, sondern freute sich auch über die erfolgreiche Teilnahme „seines Rathauses“, das ebenfalls erhebliche Einsparmaßnahmen beim Energieverbrauch und bei der Abfall-Reduzierung erzielen konnte. „Die Stadt hat dabei natürlich eine Vorbildfunktion“, so der OB, der es als wichtig erachtet, dass man nicht nur den bewussten Umgang mit Ressourcen einfordert, sondern sich an Einsparungsmöglichkeiten „auch selbst beteiligt“.

Im Auftrag der abgelösten Landesregierung

Samir Khayat vom NRW-Umweltministerium war zu einer seiner letzten Amtshandlungen im Auftrag der abgelösten Landesregierung nach Duisburg gekommen. Der Staatssekretär ist sich aber sicher, dass auch die neue Regierung „Ökoprofit“ weiter fördern wird. Projektmitarbeiterin Dorothee Meyer (BAUM Consult) konnte eine beeindruckende Bilanz vorlegen. Die vom Ökoprofit-Team beratenen zehn Unternehmen erzielten eine Reduzierung der Betriebskosten von insgesamt 73 000 Euro pro Jahr, gleichzeitig verringerte sich der CO2-Ausstoß um 112 Tonnen jährlich. Die Energieeinsparungen betrugen rund 287 000 kWh, der Abfall konnte um 26 Tonnen verringert werden und 1800 Kubikmeter Wasser wurden weniger verbraucht.

Erreicht wurden diese Effekte durch themenbezogene Workshops und Beratung vor Ort. Marion Roller und Regina Wagemeyer hatten den Prozess für die Liebfrauen-Gemeinde begleitet und sich speziell mit Einsparungen in der Neudorfer Gemeinde St. Ludger befasst. Dort konnte bei der Beleuchtung durch LED-Lampen gespart werden, durch zusätzliche Mülltrennung eine Mülltonne wegfallen und nicht mehr benötigte Telefonanschlüsse gekappt werden.

Kostensenkende Steuerung für die Kirchenheizung

Zudem soll eine kostensenkende Steuerung für die Kirchenheizung eingebaut werden. „Wir werden auch Dauer-Wartungsverträge für die Dachrinnenkontrolle kündigen und nur noch bei Bedarf Aufträge erteilen“, kündigte Wagemeyer an.

Thilo Kaiser von der Firma „Basisdruck“ zeigte sich ebenfalls beeindruckt von dem Einsparpotenzial für sein Unternehmen: „Wir haben die Temperatur zur Serverkühlung in dem betreffenden Raum um vier Grad erhöht, einen Kühlschrank komplett abgeschaltet und unsere Beleuchtung optimiert.“ Im nächsten Jahr steht noch die Isolierung der Heizungsrohre an. Vom Ökoprofit-Projekt ist der Geschäftsführer begeistert: „Das ist eine gute Sache. Die Umwelt profitiert davon und wir als Unternehmen auch.“

>> Firmen, Behörden und Institutionen waren dabei

Folgende Duisburger Unternehmen und Institutionen haben sich am Ökoprofit-Projekt beteiligt: Basis-Druck GmbH, Gemeinnützige Gesellschaft für Beschäftigungsförderung mbH, Haus Ruhrort II Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, Johanniter-Stift Duisburg, Katholische Kirchengemeinde Liebfrauen – Gemeinde St. Ludger, Forum Duisburg (Klépierre Management Deutschland), Teba GmbH & Co. KG und Effizienz-Agentur NRW. Ebenfalls dabei waren Duisburg Sport und das Duisburger Rathaus.

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