Kommunalwahl

Duisburger AfD geht auf Distanz zu rechten Parteien im Rat

Holger Lücht (stehend, Sprecher Stadtverband Duisburg) und Marcus Pretzell (re.) während einer Bürgersprechstunde in Walsum.

Holger Lücht (stehend, Sprecher Stadtverband Duisburg) und Marcus Pretzell (re.) während einer Bürgersprechstunde in Walsum.

Foto: WAZ Fotopool

Duisburg.  Die AfD, die bei der Kommunalwahl in Duisburg 3,5 Prozent und damit drei Sitze im neuen Stadtrat geholt hat, schließt eine gemeinsame Fraktion mit ProNRW sowie NPD aus. Trotzdem kündigte AfD-Sprecher „Gespräche mit allen politischen Lagern an“.

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Die mit drei Sitzen im Rat vertretene AfD-Fraktion geht jetzt ungefragt auf Distanz zu den rechtsextremen Parteien im Rat. „Eine Fraktionsbildung mit ProNRW und oder NPD war und ist, anders als fälschlicher Weise vereinzelt behauptet wurde, nie Thema gewesen und steht für uns auch zukünftig definitiv nicht zur Debatte“, äußert sich Holger Lücht, Spitzenkandidat und Sprecher des AfD-Stadtverbands. Er kündigt gleichzeitig aber auch an, „konstruktive und offene Gespräche auf Sachebene mit allen politischen Lagern“ zu führen.

Die AfD, die das Kürzel der Bundespartei vor Ort auch als „Alternative für Duisburg“ interpretiert, hat bei der Kommunalwahl 3,5 Prozent der Stimmen geholt, obwohl sie nur in 26 der 36 Wahlbezirke antrat. Ihr bestes Ergebnis erzielte sie im Stadtteil Marxloh mit 8,3 %.

Erstaunlich: Noch wenige Wochen vor der Wahl hatte es im AfD-Stadtverband massive Querelen gegeben. Lücht sprach zuletzt von einer „versuchten Infiltration durch die Bürger-Union“. Deren Kandidaten Knut Happel und Rudolf Kley bildeten bis Ende Januar den AfD-Vorstand.

Laut Lücht hätten sie mit „zumeist unzulässigen Mitteln“ und „bis zur letzten Minute“ versucht, einen Antritt der AfD bei der Kommunalwahl zu verhindern. Später traten sie dann selbst auf den vorderen Plätzen für die Bürger-Union an, die am 25. Mai allerdings nur 0,61 % der Stimmen holte und den erneuten Einzug in den Rat deutlich verpasste.

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