Payback-Ärger

Duisburger ärgert sich über das Punktesystem bei Payback

Vielen Kunden nutzen Payback.

Vielen Kunden nutzen Payback.

Foto: Britta Pedersen / dpa-tmn

Duisburg.  Klaus Steines aus Duisburg-Buchholz ärgert sich immer wieder über das Punktesystem bei Payback. Was das Unternehmen zu seinen Vorwürfen sagt.

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Ob beim Bezahlen an der Supermarktkasse, online oder mobil: Payback bietet verschiedene Möglichkeiten, um Punkte zu sammeln und diese etwa gegen Prämien, Warengutscheine oder Bargeld einzulösen. Viele Kunden nutzen dies – auch Klaus Steines aus Duisburg, der sich allerdings nicht nur über das Bonussystem immer wieder ärgert. Sein Vorwurf: Das Unternehmen wolle sich um Bargeld-Auszahlungen drücken.

„Punkte, speziell nach Spielen von Online-Lotto, werden häufiger nicht vollumfänglich gut geschrieben“, sagt der Buchholzer. „Und die Bargeldauszahlung wird auch noch erschwert.“ Es sei ganz entscheidend, ob man in die entsprechende Online-Maske zum Beispiel 5000 oder 5.000 Punkte eingebe. Bei der letztgenannten Variante erscheine die Meldung, dass die Payback-Services derzeit nicht zur Verfügung stünden. Bei der Schreibweise ohne Punkt funktioniere die Bargeldauszahlung dagegen problemlos.

Teure Ladenhüter im Prämienshop?

„In einem anderen Fall habe ich Payback nur mit Androhung einer Mahnung zu einer Bargeldauszahlung bewegen können“, sagt Steines. „Ich habe den Eindruck, dass die Payback-Nutzer gezielt dazu bewegt werden sollen, die Punkte nicht gegen Bargeld, sondern gegen Produkte im Prämienshop einzutauschen.“

Dabei handele es sich allerdings um teure Ladenhüter. Bereits die Verbraucherzentrale NRW hatte Kunden jüngst gewarnt, über Bonusprogramme wie Payback gesammelte Punkte allzu leichtfertig in Prämien einzulösen. Stichproben von Mitte Juli bis Mitte August bei Payback und der Deutschlandcard hätten ergeben, dass es viele Prämien im Handel deutlich günstiger zu kaufen gibt. Payback hatte sich gegen die Vorwürfe der Verbraucherzentrale gewehrt und rechtliche Schritte angekündigt.

Payback wehrt sich gegen die Vorwürfe

Auf Nachfrage der Redaktion äußert sich Payback nun auch zu den Einlassungen von Klaus Steines, etwa zum Online-Lotto. Wer online Lotto spiele, bekomme nur nach dem ersten Mal Basis- und Extra-Punkte verbucht, danach nicht mehr, so eine Sprecherin.

Die Probleme bei der Punkteeingabe online zur Bargeldauszahlung bestätigt sie dagegen. Es werde ein Update der Seite geben, um den technischen Fehler zu beheben. „Dann wird nur noch die Schreibweise ohne Punkt gültig sein, ansonsten erscheint die Meldung, dass lediglich Zahlen bei der Eingabe erlaubt sind“, so die Sprecherin.

Barüberweisung auf das Konto

Darüber hinaus stelle Payback es den Kunden frei, welche Möglichkeit sie zum Einlösen ihrer Punkte nutzen möchten. Demnach bevorzugen 80 Prozent die Verrechnung an den Kassen der jeweiligen Partner und 15 Prozent den Prämienshop.

Was Wertgutscheine, Punktespenden in der Payback-Spendenwelt, den Eintausch in Miles&More-Meilen oder die Barüberweisung auf das Konto betrifft, seien es fünf Prozent der Kunden. Die Sprecherin betont: „Dem Kunden wird in keiner Weise der Weg zur Bargeldauszahlung erschwert.“

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