Werbung für die Kulturhauptstadt

Duisburg soll Welcome Center erhalten

Foto: waz

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Auch Duisburg gehört zu den sechs Städten im Ruhrgebiet, die zum Kulturhauptstadtjahr 2010 ein neues touristisches Besucherzentrum erhalten sollen.

Die sogenannten „Welcome Center” werden dabei zu 90 Prozent mit Landesmitteln finanziert. Dies bestätigte Kulturdezernent Karl Janssen als nebenamtlicher Geschäftsführer der Duisburg Marketing Gesellschaft. Wie Janssen ebenfalls bestätigte, gibt es derzeit im Rathaus Überlegungen, das neue Besucher-Zentrum in einem großen Ladenlokal im City-Palais am König-Heinrich-Platz anzusiedeln. Priorität müsse ein Standort haben, so Karl Janssen, „der nicht zu weit vom Hauptbahnhof entfernt” sei. Man arbeite derzeit an einer Verwaltungsvorlage für die kommende Sitzung des Kulturauschusses.

Wie zu erfahren war, werde derzeit in Zusammenarbeit mit zwei Agenturen aus Österreich ein Konzept für das Besucherzentrum und für eine dort zu sehende Ausstellung zur Kulturhauptstadt 2010 in Duisburg erarbeitet. Dabei habe zunächst ein Neubau direkt vor dem Hauptbahnhof auf der Wunschliste gestanden, der aber bis 2010 nicht mehr realisiert werden könne. Die im „Welcome Center”, für das rund 400 qm Fläche im City Palais vorgesehen sein sollen, gezeigte Ausstellung soll auf die Besonderheiten Duisburgs für die Kulturhauptstadt aufmerksam machen und damit einen für die Stadt kulturtouristisch wichtigen Beitrag leisten.

Weiterhin soll das Besucher-Zentrum ein gastronomisches Angebot beinhalten, aber auch den gesamten Ticket-Verkauf für die städtischen Veranstaltungen, darunter auch für die Oper und das Theater, anbieten können. Damit würde das „Welcome Center” im City-Palais Mieter und es müssten dafür von der Stadt Betriebskosten gezahlt werden. Janssen: „90 Prozent der investiven Kosten übernimmt das Land.” Weitere touristische Besucherzentren sollen die Städte Bochum, Oberhausen, Essen, Dortmund und Gelsenkirchen erhalten.

Mit der Einrichtung eines „Welcome Centers” im City-Palais ergibt sich die Frage, was mit der erst vor einigen Jahren erbauten Tourismus-Information am Ende der Königstraße vor dem Averdunkzentrum geschieht, die dann überflüssig werden könnte. Wie in diesem Zusammenhang zu erfahren war, ist dieses Gebäude im Foster-Masterplan für die Neugestaltung der Innenstadt ohnehin nicht vorgesehen. Mit einer politischen Diskussion über das neue „Welcome Center” und seinen Standort im City-Palais dürfte zu rechnen sein.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (11) Kommentar schreiben