Verdacht

Duisburg: Säugling stirbt an Verletzungen – Vater in U-Haft

Die Polizei Duisburg rückte am 15. Oktober zu der Wohnung des 37-Jährigen im Duisburger Norden aus.

Die Polizei Duisburg rückte am 15. Oktober zu der Wohnung des 37-Jährigen im Duisburger Norden aus.

Foto: Olaf Ziegler / Funke Foto Services GmbH

Duisburg.  Ein drei Monate alter Säugling ist in Duisburg an seinen Kopfverletzungen gestorben. Der Vater des Jungen ist tatverdächtig, schweigt aber.

Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln in Duisburg in einem erschütternden Todesfall: Ein drei Monate alter Säugling ist tot – gestorben an massiven Verletzungen im Kopfbereich. Der Vater des Jungen wurde festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft.

Wie die Strafverfolgungsbehörden in einer gemeinsamen Erklärung am Freitagmorgen bekanntgaben, erhielt die Polizei bereits vorigen Donnerstag, 15. Oktober, Hinweise auf einen schwer verletzten, drei Monate alten männlichen Säugling. Gegen 18 Uhr rückten Einsatzkräfte am selben Tag zu einer Wohnung im Duisburger Norden aus.

Vater unter Verdacht: Säugling in Duisburg gestorben

Dort trafen die Beamten auf den alleinerziehenden Vater des Kindes und das Baby, das nach Polizeiangaben schwerste Kopfverletzungen hatte. Ein Rettungswagen brachte den Säugling in eine Klinik. Dort versorgten Ärzte die Verletzungen des Kindes im Hals- und Kieferbereich intensivmedizinisch. Der Junge starb jedoch am Wochenende.

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Weil die Verletzungen des Säuglings auf Gewalteinwirkungen hindeuteten, richtete die Kriminalpolizei eine Mordkommission ein. Die Staatsanwaltschaft wertete den Sachverhalt bereits vor dem Tod des Jungen als versuchtes Tötungsdelikt. Bei den Ermittlungen geriet der Vater schnell in den Fokus. Er gilt als dringend tatverdächtig.

37-Jähriger aus Duisburg sitzt in Untersuchungshaft

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde der 37-Jährige am Freitag, 16. Oktober, dem Haftrichter vorgeführt, der einen Untersuchungshaftbefehl wegen der schweren Körperverletzung in Tateinheit mit Misshandlung von Schutzbefohlenen erließ. Der Haftbefehl soll nach einem weiteren Antrag der Staatsanwaltschaft nun auf Totschlag ausgeweitet werden.

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Der 37-Jährige schweigt nach Angaben der Staatsanwaltschaft bislang zu den schlimmen Vorwürfen. Gerichtsmediziner haben mittlerweile die Leiche des Säuglings obduziert. Die Ergebnisse der neuropathologischen und histopathologischen Untersuchung stehen noch aus.

Toter Säugling in Duisburg: Nachbarn befragt

In der vergangenen Woche haben die Ermittler Nachbarn und Freunde des Vaters befragt. „Die polizeilichen Ermittlungen sind damit abgeschlossen. Der Fall liegt nun bei der Staatsanwaltschaft“, erklärte Polizeisprecherin Stefanie Bersin am Freitag.

Polizei und Staatsanwaltschaft haben sich dazu entschieden, den genauen Wohnort der Familie nicht zu nennen, um Angehörige zu schützen. Zur Mutter des Kindes machten sie mit Verweis auf das familiäre Persönlichkeitsrecht keine Angaben.

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