Gastro-Kritik

Duisburg: „Riesling erleben“ punktet mit Klassikern

Das „Riesling erleben“ in Duisburg liegt etwas versteckt, doch die Suche lohnt sich. Hier kommen Weinfans und Feinschmecker gleichermaßen auf ihre Kosten. Rechts neben dem Gasthaus liegt die Vinothek.

Das „Riesling erleben“ in Duisburg liegt etwas versteckt, doch die Suche lohnt sich. Hier kommen Weinfans und Feinschmecker gleichermaßen auf ihre Kosten. Rechts neben dem Gasthaus liegt die Vinothek.

Foto: Zoltan Leskovar / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Nicht nur beim Wein spitze: Das Duisburger Restaurant „Riesling erleben“ besticht auch beim Essen – und hat einen ganz besonderen Charme.

Ein wenig versteckt liegt es, das „Riesling erleben“. Das Gasthaus mit angeschlossener Vinothek, das einigen Duisburgern vielleicht noch als „Riesling am Kamin“ bekannt ist, schmiegt sich zwischen die Wohnbebauung auf der Düsseldorfer Straße in Wanheimerort, gegenüber des Waldfriedhofs. Im Gasthaus von Familie Knaudt ist natürlich der Wein der große Star, auf der Speisekarte wird zu beinahe jedem Gericht einer empfohlen, aber auch das Essen kann sich sehen und, vor allem, schmecken lassen. Wir haben Klassiker von der Karte für unsere Gastro-Kritik probiert.

„Riesling Erleben“ in Duisburg punktet mit hervorragendem Service

Atmosphäre: Die Einrichtung kann man wohlwollend als klassisch bezeichnen. Viel dunkles Holz, insgesamt viel Biedermeier-Charme – das ist Geschmackssache, aber in jedem Fall sehr stimmig. So fühlt sich das „Riesling Erleben“ nämlich wie ein kleines Gasthaus in einem deutschen Weinbaugebiet an. Meckern kann man nur auf hohem Niveau: Wenn sich der eher enge, vertrackte Gastraum füllt und die gute Laune der Gäste weinbedingt steigt, wird es sehr schnell ziemlich laut.

Service: Die Bedienung ist ein Musterbeispiel für hervorragenden Service. Freundlich, aber nicht überkandidelt, aufmerksam und präsent, aber ohne beim Gast die Befürchtung zu wecken, dass der Kellner hinter jeder Ecke lauern könnte. Die jungen Kellner treffen vor allem den richtigen Ton: So sorgen sie auch für das nicht-kulinarische Wohlbefinden, aber ohne den Gast auf einen Sockel zu stellen – das fühlt sich nicht gespielt an.

Geschmack: Das exzellente Essen des „Riesling erleben“ fängt schon vor der Bestellung an – mit Schmalzbroten. Außergewöhnlich und klassisch zugleich – und lecker noch dazu. Neben bekannten Vorspeisen bietet die Küche Flammkuchen an, von klassisch aus dem Elsass (6,80 Euro) bis abgedreht mit Datteln, Ziegenfrischkäse und Sonnenblumenkernen (9,20 Euro). Als Vorspeise für zwei Personen müssen die Gäste schon gute Esser sein, soll danach noch Hauptgang folgen. Als Hauptgericht taugen die knusprig-dünnen, sehr schmackhaften Flammkuchen aber auf jeden Fall.

Auf der „Winzerkarte“ gibt es zum Beispiel ein wahrhaft himmlisches „Himmel und Ääd“ mit frischer Blutwurst (12,30 Euro, 6,80 Euro als Vorspeise), weiter hinten warten hausgebeizter Lachs (16,50 Euro, 10,80 Euro als Vorspeise) oder Zwiebelrostbraten vom Rumpsteak (22,80 Euro) auf die Gäste. Zum Nachtisch gibt es, unter anderem, den zurecht „berühmten Schokokuchen“. Obendrauf gibt es noch eine Tageskarte. Besonders lobenswert: Das „Riesling erleben“ serviert angenehm appetitliche Portionsgrößen, trotzdem verlässt niemand hungrig das Gasthaus.

Fazit: Das „Riesling erleben“ ist ein Qualitäts-Fels in der Duisburger Gastronomie-Brandung. Essen überdurchschnittlich gut , Atmosphäre authentisch, Bedienung herausragend – mehr bleibt eigentlich nicht zu sagen. Wer unbedingt rummosern will, könnte anmerken, dass Vegetarier und Veganer ein wenig mit der Speisekarte zu kämpfen haben.

Besonderheit: Das Gasthaus kann auch für private Veranstaltungen gemietet werden. In der Vinothek nebenan werden außerdem auch Weinproben angeboten.

Unsere Bewertung für „Riesling erleben“

Geschmack: 5/5 Punkten

Atmosphäre: 3/5 Punkten

Service: 5/5 Punkten

Preis-Leistungsverhältnis: 4/5 Punkten

Adresse: Düsseldorfer Straße 566 (Duisburg-Wanheimerort), Mi-So 11.30 Uhr bis Open End.

Telefon und Website: 0203 2965 5972, riesling-erleben.de

Hinweis der Redaktion: Diese Gastrokritik entspricht dem subjektiven Geschmacksurteil des Testers. Bei unseren Tests geben wir uns nicht zu erkennen, bewerten unabhängig und bezahlen das Essen selbst.

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