Städtepartnerschaft

Duisburg-Perm: “Druschba“ heißt Freundschaft

Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Duisburg: Der stellvertretende Oberbügermeister von Perm, Viktor Ageev.

Foto: Schimmel

Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Duisburg: Der stellvertretende Oberbügermeister von Perm, Viktor Ageev. Foto: Schimmel

Duisburg.   Eine Delegation aus dem russischen Perm feiert bis Sonntag in Duisburg das 10-Jährige der Besiegelung der Partnerschaft zwischen der Stahlstadt und der Metropole am Ural.

Es war in Wiesbaden: Die Städtepartnerschaft zwischen der russischen Industrie-Metropole Perm und der deutschen Stahl- und Hafenstadt Duisburg wurde im hessischen Wiesbaden besiegelt. Der Grund: Der russische Staatspräsident Vladimir Putin befand sich damals auf Staatsbesuch in Deutschland und nahm auf Einladung der Bundeskanzlerin Angela Merkel an dem „Petersburger Dialog“ teil, der am 15. Oktober 2007 in der hessischen Landeshauptstadt zu Ende ging.

Dort, am Rande der Politik der Großen wurde Realpolitik der Kleinen, genauer gesagt der Bürgermeister gemacht. Als der Duisburger OB Adolf Sauerland zusammen mit Igor Shubin, seinem Amtskollegen aus Perm seine Unterschrift unter den nagelneuen Vertrag einer deutsch-russischen Städtepartnerschaft gesetzt hatte, da strahlten die Kanzlerin mit Präsident Putin um die Wette, die an der Zeremonie teilnahmen, und die Kanzlerin kommentierte mit den Worten: „Na, das hat ja gut geklappt!“

1385 km östlich von Moskau

Dass diese Feststellung auch heute noch - zehn Jahre später - ihre Berechtigung hat, war gestern am Freitagmittag im Foyer des Duisburger Rathauses deutlich zu vernehmen. Hier feierte eine neunköpfige Delegation aus Perm mit ihren Duisburger Freunden, einer zufällig anwesenden Delegation aus der britischen Partnerschaft Portsmouth (dem Lord Mayor Ken Ellcome und seiner Frau) und einem halben Hundert Gästen und Besuchern ein erstes kleines Jubiläum feierten.

Oberbürgermeister Sören Link bezeichnete in seiner Ansprache an die Gäste diese deutsch-russische Freundschaft zwischen den Industriemetropolen und den Menschen dieser Städte als „erfreulich lebendig“; die Chronik diese noch jungen Partnerschaft würde bereits 50 dicht beschriebene Druckseiten füllen, sagte der OB. Ganz oben auf der Agenda zwischen Duisburg und Perm steht das Projekt der geplanten Ansiedlung einer Werkstatt für Behinderte in Perm, nach dem Vorbild der städtischen Einrichtung in Duisburg am Kalkweg. Diese war auch in diesen Tagen wieder ein wichtiger Ort auf dem Besuchsprogramm der Gäste.

Der OB erinnerte auch an gute Hospitations-Praktika für russische Germanistik- und Medizin-Studenten, an die segensreiche Spendenaktion „Kinder von Perm“ wie an das hilfreiche finanzielle Engagement der Fasel-Stiftung für deutsch-russische Projekte. Der stellv. Generalkonsul Valerij Sidorov wie auch der stellv. OB von Perm, Viktor Gennadevich Ageev dankte den Duisburgern für die erwiesene Freundschaft wie auch den Partnern von damals, diese Initiative.

Die Stadt Perm liegt 1385 km östlich von Moskau am Fuße des Urals und bezeichnet sich selbst als östlichste europäische Millionenstadt. Als Binnenhafenstadt am Fluss Kama ist Perm mit Duisburg vergleichbar.

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