Buchneuheit

Duisburg erleben – Der erste Reiseführer nur für Duisburg

Fabienne Piepiora (links) und Alexandra Roth haben ihren Reiseführer „Duisburg erleben“ am Montag im Café Pollok an der Wallstraße vorgestellt.

Fabienne Piepiora (links) und Alexandra Roth haben ihren Reiseführer „Duisburg erleben“ am Montag im Café Pollok an der Wallstraße vorgestellt.

Foto: Christoph Wojtyczka

Duisburg.   Autorin Fabienne Piepiora und Fotografin Alexandra Roth sind tief eingetaucht in die Stadt und stellen ein Buch mit vielen Geheimtipps vor.

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Für ihren Stadtführer „Duisburg erleben“ sind Fabienne Piepiora und Alexandra tief eingetaucht in die Stadt an Rhein und Ruhr. Sie haben dabei Seiten entdeckt, die sowohl Duisburg-Anfängern als auch den meisten Duisburg-Fortgeschrittenen bislang verborgen geblieben sind: zum Beispiel die Modestadt oder die Genussstadt.

Die Leitbild-Diskussion

Fabienne Piepioras Idee „Duisburg braucht einen Reiseführer“ ist aus verschiedenen Quellen gespeist worden. Eine private war, dass sie ihren Gästen die Stadt vorstellen wollte, in die sie als Studentin gekommen war und die sie nach und nach für sich entdeckt hat.

Doch Duisburg gab es nur zusammen mit dem Ruhrgebiet und dann auch nur mit „Klassikern“ wie dem Landschaftspark. Eine berufsbedingte Quelle kam dazu, denn als WAZ-Redakteurin hat sie die vom OB angestoßene Leitbild-Diskussion „Ideen für Duisburg“ begleitet. Und dabei festgestellt, dass manches von dem, was die Bürger vermissen, schon da ist. Fotografin Alexandra Roth, die für diese Zeitung schon mindestens 15 Städte (und viele weitere) erkundet hat und dabei an Orte gekommen ist, „die nicht so populär sind“, sagt: „Duisburg hat Sachen, die es sonst nur in Berlin gibt.“

Beide reisen gern, erkunden dabei aber nicht nur die touristischen Anziehungspunkte. „Ich möchte auch wissen, wo ich Kaffee trinken, feiern oder shoppen kann“, sagt Fabienne Piepiora. So ist ein Duisburg-Führer entstanden, in dem zwar die Hochglanz-Seiten wie der Innenhafen oder der Zoo vorkommen, aber auch der lebendige Hochfelder Wochenmarkt oder der Insider-Tipp fürs türkische Restaurant in Marxloh.

Die ersten 30 Seiten richten sich an Besuchergruppen wie Familien, geben Shopping-, Mode- oder Restauranttipps, stellen Museen und Klassiker vor. Auf den weiteren 150 Seiten werden Rundgänge und oder Radtouren empfohlen, bei denen man die Stadtmitte, den Süden, Norden und Westen der Stadt ganz aus der Nähe erleben kann. Mit Traditionsunternehmen wie der König-Brauerei, alten Kirchen und großer Moschee, kleinen Museen und wunderschöner Rheinaue, mit Cafés, Pommesbuden und Biergärten, mit Unterkünften von der Jugendherberge bis zum Vier-Sterne-Hotel.

Promis geben Tipps

Dazu gibt es Tipps von Promis wie dem Ur-Duisburger Kai Magnus Sting, der in einem eigenen Text auch in die Duisburger Seele schaut, oder dem Neu-Duisburger Horst Naumann, der als Traumschiffarzt a.D. natürlich den Hafen liebt, aber auch den Sonnenwall als Lieblings-Einkaufsmeile. „Duisburg ist das Barmädchen im Saloon. Sie hat einen zweifelhaften Ruf, aber ein goldenes Herz“, schreibt Hatice Akyün von ihrer „bedingungslosen Liebe“ zur Stadt mit Grün, Seen, Hochofen und Schloten.

„Duisburg erleben“ richtet sich nicht nur an Touristen, deren Zahl im letzten Jahr über 500.000 lag. Fabienne Piepiora ist davon überzeugt, dass er Geschäftsreisende interessiert, aber auch Neubürgern den Einstieg erleichtert, die als Studenten oder aus beruflichen Gründen zugezogen sind, und nicht zuletzt den Duisburgern gefallen wird, die ihre Stadt jenseits ihres Stadtteils entdecken möchten.

>>> IM KLARTEXT-VERLAG ERSCHIENEN

„Duisburg erleben“ mit dem Untertitel „kulturell, kulinarisch, kompakt“ ist erschienen im Klartext-Verlag und kostet 14,95 Euro (ISBN 978-3-8375-1937-2). Er ist erhältlich im Buchhandel (auch im Hauptbahnhof), dazu in der Tourist-Information auf der Königstraße, in verschiedenen Museen und teilweise bei den gastromischen Adressen, die vorgestellt werden.

Wobei Autorin und Fotografin alle Adressen selbst ausprobiert haben und die Rund- und Radwege selbst gegangen und gefahren sind. Zu diesen Wegen werden die jeweiligen GPS-Daten geliefert.

„Wir haben viele nette Leute getroffen, die uns unterstützt und Türen geöffnet haben“, bedanken sich die beiden.

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