Düsseldorfer suchen Häuser in Duisburg

Für den Duisburger Immobilienmarkt war 2016 ein bewegtes Jahr: „Für Immobilienkäufer wie auch Mieter hat sich das Angebot insgesamt verknappt“, berichtet Makler Axel Quester.

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Für den Duisburger Immobilienmarkt war 2016 ein bewegtes Jahr: „Für Immobilienkäufer wie auch Mieter hat sich das Angebot insgesamt verknappt“, berichtet Makler Axel Quester.

„Wir erleben, dass durch anhaltend niedrige Zinsen und insgesamt positiv wirtschaftliche Rahmenbedingungen die Nachfrage, insbesondere auf der Käuferseite, nach Immobilien anhält. Vor allem im Duisburger Süden beobachten wir grenzüberschreitende Nachfrage aus den noch angespannteren Märkten in Düsseldorf und Umgebung“, so Quester weiter. Aus Verkäufersicht sei der Markt „niemals so günstig, wie zurzeit“ gewesen. Die durchschnittliche Vermarktungszeit für ein Einfamilienhaus betrage mittlerweile weniger als drei Monate.

Die Preise für ein gebrauchtes Reiheneinfamilienhaus in guter Einfamilienhauslage im Duisburger Süden sind in den letzten fünf Jahren laut Quester um rund 22 Prozent angezogen. Im Durchschnitt müsse ein Erwerber rund 295 000 Euro für ein solches Haus heute zahlen.

Aus Käufersicht seien aber nicht die höheren Preise das Hauptproblem. Für die meisten Käufer sei je nach Höhe der anteiligen Finanzierung am Gesamtkaufpreis die Gesamtbelastung heute, bedingt durch „historisch niedrige“ Zinsen, niedriger als vor fünf Jahren. Quester: „Das Problem vieler Käufer ist vielmehr das spärliche Angebot. Es gibt bei größerer Nachfrage insgesamt weniger verkaufswillige Eigentümer.“

Auch Mieter auf der Suche nach Wohnungen und Häusern finden nach Angaben des Maklers heute häufig nicht den geeigneten Wohnraum in der gesuchten Lage und Qualität. Quester führt dies vor allem auf die zu geringe Neubautätigkeit und Sanierung von Beständen zurück: „Gemessen an den Vorjahren sind die Aktivitäten im sozialen Wohnungsbau zwar positiv, aber für eine Stadt in der Größenordnung von Duisburg immer noch zu wenig. Auch im frei finanzierten Wohnungsbau passiert zu wenig.“ Quester fordert mehr Anreize auch für kleinere private Investoren, in alte Wohnungsbestände zu investieren.

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