Wohlätigkeitskonzert

DRK-Operngala präsentierte wieder Sternstunden der Oper

Die Duisburger Philharmoniker und die Künstler der Deutschen Oper am Rhein traten ohne Gage bei der Operngala auf.

Die Duisburger Philharmoniker und die Künstler der Deutschen Oper am Rhein traten ohne Gage bei der Operngala auf.

Foto: Fabian Strauch

Duisburg. I  Die DRK-Operngala im Stadttheater gehört zu den hochkarätigen Events in Duisburg. Philharmoniker und Oper-Künstler begeisterten die Gala-Gäste.

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m Duisburger Kulturleben ist die DRK-Operngala das große Wohltätigkeitsereignis. Bereits zum 15. Mal fand die Gala, die stets unter dem Motto „Sternstunden der Oper“ steht, im Stadttheater statt. Auch diesmal konnte mit Katja Burkhard von RTL eine prominente Moderatorin gewonnen werden, die mit ansteckender guter Laune durch den Abend führte.

Schirmherr der Veranstaltung ist Michael Rademacher-Dubbick, Geschäftsführer der Firma Krohne-Messtechnik, und regelmäßiger Besucher und Sponsor der Duisburger Philharmoniker. Sei Dank galt den Künstlern der Deutschen Oper am Rhein, die sich ohne Gage in den Dienst der guten Sache stellen. Oberbürgermeister Sören Link betont: „Es geht nicht nur darum sich der Freude am Gesang hinzugeben, sondern auch etwas Gutes zu tun!“ Der Präsident des DRK-Landesverband Nordrhein Hans Schwarz bezeichnet die Duisburger Gala als „eine Erfolgsgeschichte“. Er lobt das Programm, das Melodien „von berührender Tiefe bis zur schalkhaften Leichtigkeit“ biete.

Hochemotionale Opernarien

Mit dieser Einschätzung hat Hans Schwarz vollkommen Recht, denn im ersten Teil gibt es hochemotionale Opernarien und Ensembles, während nach der Pause beschwingte Melodien aus der Spieloper und Operette folgen. Die Duisburger Philharmoniker unter der Leitung von Rheinopern-Kapellmeister Lukas Beikircher eröffneten den Abend mit einer pfiffig musizierten Ouvertüre zu Mozarts „Die Entführung aus dem Serail“. Im Opernblock berührten besonders die Werke der französischen Hochromantik: In der Arie der Dalila aus „Samson et Dalila“ von Camille Saint-Saens glänzte Ramona Zaharia mit ihrem dunkelglühenden Mezzosopran und konnte in einem großen Spektrum der stimmlichen Klangfarben schwelgen. Tenor Ovidiu Purcel bot zusammen mit Baritonkollege Richard Sveda Gänsehaut-Garantie in dem Freundschaftsduett aus George Bizets „Perlenfischer“.

Nach der Pause hat Sänger Thorsten Grümbel zwei starke Auftritte: Den Klassiker „Ach, ich hab´ sie ja nur auf die Schulter geküsst“ aus „Der Bettelstudent“ sang er mit weit strömendem Bass. Bei der Arie „O sancta justitia“ aus „Zar und Zimmermann“ zeigte er augenzwinkernden Humor, der an die besten Rheinopern-Zeiten mit Bass-Legende Karl Ridderbusch erinnern.

Bunter Reigen Operettenohrwürmer

Einen besonderen Farbtupfer brachte der von Sabina López Miguez einstudierte Kinderchor der Oper ins Programm: Das Titellied aus dem, Film „Die Kinder des Monsieur Matthieu“ wird blitzsauber und auswendig gesungen, „Ein Löffelchen voll Zucker“ aus „Mary Poppins“ kommt mit gutgelauntem Schwung daher.

Danach folgte ein bunter Reigen Operettenohrwürmer: Ramona Noack, Lavina Dames und Dmitri Vargin gaben sich die musikalische Klinke in die Hand und schließlich durfte Ovidiu Purcell noch „Dein ist mein ganzes Herz“ schmettern. Wer diesen Abend verpasst hat, kann sich auf den nächsten freuen, denn Katja Burkhard hat schon das Datum der nächsten DRK-Operngala verraten: Den 23. November 2019.

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