Wohltätigkeits-Konzert

DRK-Opern-Gala glänzt mit Musik und Stimmen im Theater

Die Duisburger Philharmoniker führten durch die 14. DRK Opern-Gala unter Leitung von GMD Axel Kober.

Foto: Katharina Paris

Die Duisburger Philharmoniker führten durch die 14. DRK Opern-Gala unter Leitung von GMD Axel Kober.

Duisburg.   Bei der 14. Ausgabe des Wohltätigkeits-Konzertes erlebten Besucher ein abwechslungsreiches Programm aus Oper und Operette im Theater Duisburg.

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Wenn das Theater rot angestrahlt wird, ausverkauft ist und die Herren sich einen roten Glitzerstern auf das Revers kleben, dann kann das nur eins bedeuten: DRK-Opern-Gala. Auch bei der 14. Ausgabe des Wohltätigkeits-Ereignisses war unter der Leitung von Rheinopern-GMD Axel Kober ein abwechslungsreiches Programm aus Oper und Operette zu erleben.

Diesmal hat die DRK-Gala einen neuen Schirmherrn: Nach Thyssen-Vorstand Ekkehard Schulz und Hafenchef Erich Staake hat nun Michael Rademacher-Dubbick das Amt übernommen. Ihn kennt man sonst als Geschäftsführer der Firma „Krohne Messtechnik“ und umtriebigen Sponsor der Duisburger Philharmoniker. Nun gehört Rademacher-Dubbick neben Dr. Rudolf Seiters als Präsident des Deutschen Roten Kreuzes und Kulturdezernent Thomas Krützberg zu den Rednern des Abends und bedankt sich bei allen beteiligten Künstlern für ihre Teilnahme.

Dr. Rudolf Seiters lobt: „Ich komme viel herum, aber das, was hier seit 14 Jahren in Duisburg vonstatten geht, habe ich noch in keinem anderen Kreisverband erlebt!“ Thomas Krützberg bekennt: „Wir haben hier in Duisburg viele Probleme, aber auch unglaublich viel zu bieten. Dazu gehört auch die DRK-Gala.“

Die Duisburger Philharmoniker eröffnen das Musik-Programm mit Otto Nicolais Ouvertüre zu „Die lustigen Weiber von Windsor“. Hier und in den anderen Kompositionen hört man, wie fein Axel Kober selbst in solch bekannten Werken an den Details gearbeitet hat. In den Arien, Duetten und Ensembles spielt das Orchester effektvoll auf, lässt den Sängerinnen und Sängern aber stets den Vortritt.

Mit viel Schmelz und Feuer

Herausragende vokale Leistungen bietet Sopranistin Anke Krabbe mit der Arie „Nun eilt herbei“, ebenfalls aus Nicolais „Windsor“-Oper. Mit strahlendem Sopran singt sie die Arie groß aus, artikuliert dazu perfekt und bringt auch den Humor der Rolle auf den Punkt. Ebenfalls begeistert Ramona Zaharia mit ihrem dunkel-glühendem Mezzosopran in einer Szene aus „Cavalleria rusticana“.

Bei den Herren bietet Corby Welch die stärksten Auftritte. In einer Arie aus „Andrea Chenier“ von Umberto Giordano und bei „Dein ist mein ganzes Herz“ von Franz Lehar singt er mit viel Schmelz und Feuer in seiner großen Tenorstimme. Der junge Bassist Torben Jürgens gefällt mit der Operetten-Arie „Ach ich hab’ sie ja nur auf die Schulter geküsst“.

Werner Hansch führte durch das Programm

Als Moderator führt Sportreporter-Legende Werner Hansch durch den Abend. Zwar bekennt er offen, dass er sich von fachlicher Seite habe beraten lassen, aber seine launigen Ansagen kommen beim Publikum gut an. Zudem benötigt er erst dann einen Spickzettel, als er eine Fülle italienischer Operntitel und -arien ansagen muss.

Ungewöhnlich ist das Applausverhalten des Publikums: Nach dem letzten Akkord erheben sich die Ehrengäste in der ersten Reihe zu stehenden Ovationen, denen der ganze Saal folgt. Jedoch klingt der Beifall im Vergleich zu den Stürmen, die bei den Philharmonischen Konzerten durch die Mercatorhalle toben, merkwürdig kraftlos und halbherzig. Hätte sich das Publikum vielleicht mehr Ohrwürmer erwartet, die diesmal vor der Pause etwas zu kurz kamen? Dennoch gibt es als Zugabe das Ensemble „Brüderlein und Schwesterlein“ aus „Die Fledermaus“.

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