Bilinguales Lernen

Diesen Unterricht am Gymnasium leiten Schüler statt Lehrer

Die drei Schülerinnen (von links) Johanna, Leandra und Lilly betreuen als Tutoren die Bili-Schnupper-AG am Mannesmann-Gymnasium in Duisburg.

Die drei Schülerinnen (von links) Johanna, Leandra und Lilly betreuen als Tutoren die Bili-Schnupper-AG am Mannesmann-Gymnasium in Duisburg.

Foto: DANIEL ELKE / FUNKE Foto Services

Duisburg-Huckingen.  Am Mannesmann-Gymnasium leiten Neuntklässler eine bilinguale AG für Grundschüler. So wachsen Wortschatz und Selbstbewusstsein der Teenager.

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Das Reinhard-und-Max-Mannesmann-Gymnasium schmückt sich mit dem Titel Europaschule und baut das Konzept weiter aus. Nach der zweiten Rezertifizierung als Europaschule wurde nun eine Koordinatorenstelle „Bilingualer Bildungsgang, Europaschule“ geschaffen. Außerdem hat man das neuartige Konzept einer „Bili-Schnupper-AG“ entwickelt. Dabei sind Viertklässler in der Schule zu Gast, die alles über das zweisprachige Lernen auf Deutsch und Englisch an der Schule lernen – nicht von Lehrern, sondern von erfahrenen Schülern.

Europaschul-Koordinatorin Claudia Degner freut sich über viele junge Teilnehmer. 25 Kinder sind bei den ersten beiden Terminen dabei gewesen. Auch an diesem Tag sind viele da. „Im Februar kann man sich für die weiterführenden Schulen anmelden. Daher ist es schön, dass viele unser Angebot nutzen und sich hier unser Konzept ansehen“, sagt sie. „Vielleicht können wir so eine kleine Entscheidungshilfe geben“, hofft sie.

Mannesmann-Schülerinnen sehen große Vorteile durch das bilinguale Lernen

Dazu könnten einige Schüler des Mannesmann-Gymnasiums beitragen. Denn sie leiten die Arbeitsgemeinschaft und stellen den Jüngeren die Vorteile des bilingualen Unterrichts vor. Leandra (14) ist eine von ihnen. Sie geht in die neunte Klasse und gibt an, bisher sehr profitiert zu haben von dem Lernmodell. „In den ersten zwei Jahren haben alle, die sich für das bilinguale Konzept entschieden haben, viel öfter Englisch-Unterricht gehabt als andere“, erklärt sie. Ab Klasse sieben kommt Unterricht in Erdkunde, Geschichte und anderen Nebenfächern auf Englisch hinzu. „Das ist dann besonders hilfreich“, sagt sie.

Auch Schulkameradin Johanna ist glücklich mit ihrer Entscheidung, verschiedene Fächer auf Englisch belegt zu haben. „Am Anfang waren wir alle in etwa gleich gut in Englisch, doch seit der siebten Klasse ist unser Wortschatz viel größer als der von denen, die keine Nebenfächer auf Englisch haben“, sagt sie. Vor allem für die berufliche Zukunft rechnen sich die Mädchen so bessere Chancen aus. „Heutzutage ist ein gutes Englisch in vielen Bereichen eine Grundvoraussetzung“, lautet ein Tipp, den Johanna den Jüngeren mitgibt. Mit dem Entschluss, an der AG teilzunehmen, sind die beiden zufrieden. Schließlich wollen beide Lehrerinnen werden und können so schon einmal üben, anderen etwas beizubringen.

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