Initiative

Die Helferelfen von Duisburg häkeln für den guten Zweck

Vom Drachen bis zum Sandmännchen: Die Häkelergebnisse können sich wirklich sehen lassen.

Vom Drachen bis zum Sandmännchen: Die Häkelergebnisse können sich wirklich sehen lassen.

Foto: FUNKE Foto Services

Duisburg.  Sie sind die Helferelfen: Eine Duisburger Gruppe sammelt mit ihren Handarbeiten aktuell Spenden für die Betroffenen der Meidericher Brandkatastrophe.

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Sie nennen sich Helferelfen – häkeln, stricken, nähen und filzen für den guten Zweck. Seit diesem März gibt es die 30-köpfige Gruppe um Stefanie Heinrichs (47) und Birgit Gietzel (48) in Duisburg, die sich der „Aktion Lichtblicke“ angeschlossen hat. Diese kümmert sich um Kinder, Jugendliche und ihre Familien in NRW, die materiell, finanziell oder seelisch in Not geraten sind. Aktuell läuft ein eigenes, besonderes Projekt: Unter dem Motto „DU zeigt Herz“ sammeln die Helferelfen bis Ende Juni Geld für die Betroffenen der jüngsten Brandkatastrophe in Meiderich mit mehreren Toten.

„Eine spontane Idee, weil wir alle so betroffen waren“, erzählt Birgit Gietzel, die an diesem Montagvormittag in ihrer Wohnung in Wanheimerort wieder einige Mitstreiter versammelt hat – darunter Stefanie Heinrichs, die Initiatorin der Gruppe. „Ich habe immer schon gehäkelt“, erzählt die 47-Jährige. „Und als sich vor drei Jahren – damals hab ich noch in Wesel gewohnt – ein Junge vor meiner Haustür bei einem Unfall mit einem Radfahrer den Knöchel gebrochen hatte und fürchterlich weinte, hab ich ihm spontan ein Häkelteddy geschenkt. Da war sofort Ruhe und die Idee geboren...“

Idee durch Unfall vor der Haustür

Zum Weihnachtsfest freuen sich fortan Kinder in zwei Krankenhäusern über ihre zahlreichen sogenannten „Trösterlis“. Vor anderthalb Jahren gründet Stefanie Heinrichs dann die Facebookgruppe „Häkeln für Kinderprojekte“, auf die auch Birgit Gietzel aufmerksam wird. Beide kennen sich noch aus Kindertagen in Kaßlerfeld, wie sie bei ihrem ersten Treffen vor gut drei Monaten feststellen, und beschließen, sich noch besser zu organisieren. Dazu gehört auch ein neuer einprägsamer Name. Helferelfen – Birgit Gietzels Idee passt.

Ein Drittel der 30 Mitglieder kommt aus Duisburg, einige aber auch aus Nürnberg, Freiburg und die am weitest entfernt Lebenden sogar aus Italien und der Schweiz – Facebook macht’s möglich.

Schwarz-rot-goldene Topflappen

Über das soziale Netzwerk bieten sie auch die Handarbeiten für das aktuelle Hilfsprojekt an. „Das kostet mich zwei Stunden Organisation am Tag“, sagt Birgit Gietzel, die ansonsten, wann immer es geht, ebenso wie Stefanie Heinrichs zur Häkelnadel greift. Beide sind MSV-Fans. Da darf ein Zebra im Sortiment nicht fehlen. Passend zur Fußball-EM gibt es schwarz-rot-goldene Topflappen oder Trikots als Schlüsselanhänger, aber auch Drachen, Taschen und sogar ein Sandmännchen.

Schon mehrere hundert Euro, sagen die Helferelfen, haben sie so bereits für die Brandopfer in Meiderich gesammelt. Die Summe soll sich möglichst bis Ende des Monats, bis zum Ende dieser speziellen Aktion, noch weiter erhöhen. Aber auch danach wird weiter gehäkelt – dann wieder zur Freude der Menschen, die von der „Aktion Lichtblicke“ profitieren.

Auch ein Helferelf ist dabei

Bei den Helferelfen gibt es auch einen männlichen Mitstreiter. Birgit Gietzels Ehemann Rainer (48) kümmert sich um den Internetauftritt der Gruppe, zu der es nicht nur über Facebook, sondern eben auch über www.helferelfen.de Infos gibt. Direkte Ansprechpartnerin ist Birgit Gietzel: 0203/933 17 85. Die Gruppe trifft sich regelmäßig bei verschiedenen Mitgliedern und möchte nach diesem Sommer die Planungen für eine Vereinsgründung vorantreiben.

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