Corona-Pandemie

Die Awo Duisburg begrüßt den Einsatz mobiler Impfteams

Veysel Keser ist Geschäftsführer der Awo in Duisburg.

Veysel Keser ist Geschäftsführer der Awo in Duisburg.

Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Die Arbeiterwohlfahrt erläutert, wie es aus ihrer Erfahrung zu den großen Unterschieden bei den Inzidenzwerten in Duisburger Stadtteilen kommt.

In der Debatte um die zum Teil großen Differenzen zwischen den Inzidenzwerten im Duisburger Norden und Westen gegenüber denen in anderen Stadtteilen mahnt die Arbeiterwohlfahrt (Awo) eine ideologiefreie Auseinandersetzung an, die sich an Fakten orientiert.

Die Awo, die an 15 Standorten vor allem im Norden der Stadt, aber auch in Hochfeld präsent ist, berät in Brennpunkt-Quartieren rund 1000 Menschen mit Migrationshintergrund monatlich. Die Angebote reichen von Schuldnerberatung über Jugendhilfe bis hin zu einer Clearingstelle für Menschen ohne Krankenversicherung.

Oft fehlen Wissen und Ressourcen für Impftermin-Buchung

„Es geht um die Menschen, die unsere Hilfe brauchen und wollen. Erreichen wir diese, dann können wir die Pandemie erfolgreich bekämpfen“, sagt Awo-Geschäftsführer Veysel Keser: Menschen, die sich impfen lassen wollen, aber nicht über das notwendige Wissen und die Ressourcen verfügen, sich etwa über ein Online-Portal einen Impftermin zu sichern. Die Awo unterstützt deshalb die Pläne der Stadt, mobile Impfteams einzusetzen.

Die Awo-Teams gingen bei jedem Beratungsgespräch auch auf den Pandemieschutz ein und verteilten Informationen in der jeweiligen Muttersprache. „Die Ursachen für die Missachtung der Corona-Regeln sowie die mangelnde Impfbereitschaft sind so vielfältig und unterschiedlich wie die Menschen selbst“, so Keser. Neben Armut und sozialer Benachteiligung spielten persönliche Überzeugungen, Verschwörungstheorien und das Gefühl, als Menschen zweiter Klasse behandelt zu werden, eine Rolle.

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